Assauer brach Lanze für Neubarth

08.03.2003

Auch sie waren nach dem Abpfiff in den Katakomben der Arena ein Thema: Unmutsäußerungen von den Rängen gegen Trainer Frank Neubarth. Für den Coach brach indes nicht nur Manager Rudi Assauer eine Lanze.

 

Assauer hatte zwar Verständnis für die Verärgerung der Fans ob der schlechten Leistung des Teams, die Rufe gegen Neubarth hingegen konnte er nicht nachvollziehen. „Es ist unfair Frank Neubarth gegenüber, dass die Zuschauer jetzt nach Huub Stevens rufen. Erinnert sich denn keiner mehr an die Stevens-raus-Rufe? Das ging hier fast zwei Jahre lang.“

 

Einmal in Fahrt stellt Assauer klar: „Wir treffen die Entscheidungen so, wie wir es für richtig empfinden. Da können die Zuschauer pfeifen und schreien wie sie wollen. Ich kann mich noch daran erinnern wie es war mit Olli Reck, Nico van Kerckhoven, Andi Möller, bei der Trennung von Jörg Berger und der Verpflichtung von Stevens. Wenn wir uns in diesen Fällen so entschieden hätten, wie es die Fans für richtig hielten, würden wir in der zweiten Liga spielen.“

 

Torwart Frank Rost stellte sich ebenfalls hinter Neubarth: „Die Rufe gegen den Trainer nutzen der Mannschaft nichts. Wir haben das Spiel noch gedreht: Das spricht doch für den Trainer.“

 

Neubarth selbst reagierte gefasst auf die emotionale Kritik der Zuschauer. „Die Pfiffe gehören zum Geschäft, damit muss ich leben.“ Die Spielregeln im Profifußball kennt er. „Die Fans wollen Schalke siegen sehen. Ist dies nicht der Fall, muss einer schuld sein. Wer das in der Regel ist, ist bekannt.“

 

 

 

Assauer fordert: Gebt Hanke mehr Zeit!

 

Viel Einsatz, drei vergebene Torchancen, aber auch einige Ballverluste: Die Leistung von Mike Hanke sorgte nach dem Spiel für viel Gesprächsstoff.

 

Trainer Frank Neubarth nahm den U20-Nationalspieler in Schutz: „Mike hatte einige gute Kopfballchancen und hat ordentlich gespielt. Er hatte aber leider nicht das Fortune, das man als Stürmer braucht.“

 

Dennoch sorgte die Auswechslung des 19-Jährigen auf den Rängen für Unmut. Bei einem 0:1-Rückstand zehn Minuten vor dem Abpfiff kam für den Angreifer Hanke der Verteidiger Marco van Hoogdalem. Doch diesen Tausch hatte der 40-Jährige gerade vorgenommen, um noch den Ausgleich zu ermöglichen: „Ich habe Mike rausgenommen, um es in den letzten zehn Minuten mit dem kopfballstarken Tomasz Waldoch vorne in der Spitze zu probieren, weil natürlich viele Bälle lang in den Strafraum geschlagen wurden.“

 

In den 80 Minuten war Hanke nicht alles gelungen, doch Manager Rudi Assauer urteilte über die Vorstellung des Youngsters gelassen: „Nüchtern muss man sagen, dass Hanke viele Ballverluste produzierte. Normalerweise macht der solche Chancen rein. Aber er beginnt doch gerade erst seine Profilaufbahn. Ich bin mir sicher, dass Mike seinen Weg als Bundesligaspieler machen wird.“

 

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