Gelungener Rückrundenstart: S04 gewinnt 3:1 gegen Stuttgart

21.01.2012

Mit einem verdienten 3:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart ist der FC Schalke 04 am Samstag (21.1.) erfolgreich in die Rückrunde gestartet. Vor ausverkauftem Haus trafen Joel Matip (3.), Kyriakos Papadopoulos (57.) und Julian Draxler (80.) für Königsblau. Shinji Okazakis Tor drei Minuten vor dem Abpfiff war nur noch Ergebniskosmetik. Dank des Dreiers haben die Knappen nun ebenso viele Zähler auf dem Konto wie Tabellenführer Bayern München.

Chinedu Obasi feierte seine Pflichtspiel-Premiere im S04-Trikot. |Copyright: firo sportphotoIn der VELTINS-Arena konnten die Fans ein neues Gesicht im blau-weißen Trikot begrüßen. Chinedu Obasi, in der Winterpause von 1899 Hoffenheim ausgeliehen, stand in der Startelf. Chef-Trainer Huub Stevens schickte sein Team in einer 4-2-3-1-Formation auf den Platz. Im Aufgebot fehlten die etatmäßigen Sechser Lewis Holtby (Syndesmoseverletzung) und Jermaine Jones (Sperre). Auch Jefferson Farfan (Trainingsrückstand) meldete sich nicht rechtzeitig fit für einen Einsatz.

Die Knappen erwischten einen perfekten Start in das erste Pflichtspiel des Jahres. Schalke übernahm sofort die Spielkontrolle und zwang die Gäste früh zu Fehlern. Gleich aus dem ersten Eckball der Partie resultierte die Führung. Alexander Baumjohann hatte die Kugel von links vor das Tor geschlagen, wo Cristian Molinaro zunächst klären konnte. Aber nicht konsequent genug. Denn in der Luft kam Benedikt Höwedes an den Ball, der per Kopf Joel Matip einsetzte. Aus kurzer Distanz brachte der kamerunische Nationalspieler den S04 unbedrängt mit links 1:0 in Führung (3.).

Joel Matip dreht nach dem 1:0 jubelnd ab. |Copyright: firophotoKeine fünf Minuten später hallte der nächste Torjubel durchs Stadion. Nach einem Fuchs-Freistoß, den VfB-Schlussmann Sven Ulreich nach vorne hatte abprallen lassen, schob Klaas-Jan Huntelaar zum vermeintlichen 2:0 ein. Das Schiedsrichtergespann gab den Treffer aber wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung des Niederländers nicht. Eine Fehlentscheidung von Dr. Felix Brych und seinen Assistenten.

Stuttgart tat sich schwer, gegen die gute Defensive der Knappen Chancen zu kreieren. Lars Unnerstall musste in der ersten Halbzeit kaum eingreifen. Lediglich Martin Harnik prüfte den Schlussmann mit einem platzierten Versuch aus halblinker Position (28.). Hochbetrieb indes auf der anderen Spielfeldseite: Obasi versuchte es nach 23 Minuten, nachdem er zuvor zwei Gegenspieler ausgetanzt hatte, mit einem wuchtigen Schuss aus 17 Metern. Der Nigerianer beförderte den Ball aber knapp über die Latte des VfB-Tores.

Christian Fuchs im Duell mit Cacau. |Copyright: firo sportphotoAuch Raul verzog nach einer halben Stunde von der linken Strafraumecke knapp. Weitere Möglichkeiten kamen bis zum Pausenpfiff nicht zustande, dennoch war Königsblau eindeutig spielbestimmend. Einziger Wermutstropfen in der ersten Hälfte: In der 42. Minute musste Höwedes das Spielfeld frühzeitig verlassen. Der Kapitän und Marco Höger waren kurz zuvor an der Mittellinie mit den Köpfen aneinander gerasselt. Zunächst versuchte der 23-Jährige, noch weiterzuspielen, gab nach wenigen Minuten dann aber das Signal zum Tausch an die Außenlinie. Für Höwedes kam Christoph Metzelder in die Partie.

In der Halbzeit wechselte Stevens ein zweites Mal. Baumjohann, der sich in der ersten Hälfte bei einem Zweikampf verletzt hatte, blieb in der Kabine. Julian Draxler ersetzte den Mittelfeldspieler. Zu Beginn des zweiten Durchgangs spielte Königsblau zunächst etwas abwartender als im ersten Spielabschnitt. Bei Balleroberungen schalteten Raul und Co. aber stets blitzschnell auf Angriff um. So wie in der 57. Minute, als Huntelaar nach einem feinen Draxler-Zuspiel mit links abschloss. In höchster Not klärte Keeper Ulreich aber noch zur Ecke.

Kyriakos Papadopoulos köpfte das 2:0. |Copyright: firo sportphotoDer ruhende Ball führte schließlich zum Erfolg. Draxler zog die Kugel von links maßgenau auf den Kopf von Kyriakos Papadopoulos. Der Grieche sprang im richtigen Moment hoch und nickte zum verdienten 2:0 ein. Stuttgarts erste gefährliche Situation im zweiten Abschnitt resultierte aus einem Cacau-Schuss, den Metzelder noch abgefälscht hatte. Die Kugel flog knapp rechts vorbei (64.). Auf der Gegenseite hatte Schalke drei Minuten später gleich zweimal Pech. Zunächst klärte Ulreich im Eins-gegen-Eins vor Huntelaar, anschließend zögerte Draxler beim Nachschuss zu lang, so dass Stefano Celozzi klären konnte.

Die Schwaben kamen wenig später erneut durch einen abgefälschten Ball zu einer Möglichkeit. Schieber hatte sich links am Strafraumrand gegen Uchida durchgesetzt und dann scharf nach innen geflankt. Dort fälschte Papadopoulos das Leder Richtung eigenes Gehäuse ab. In letzter Sekunde rettete Christian Fuchs aber noch vor der Torlinie (71.). Sieben Minuten später flankte Cacau von der rechten Seite auf den langen Pfosten, wo Pavel Pogrebnyak im Zweikampf mit Uchida aber einen Schritt zu spät kam.

Die Entscheidung: Julian Draxler dreht nach dem 3:0 jubelnd ab. |Copyright: firo sportphotoSchalke indes setzte noch einen drauf. Mit einem Traumtor besorgte Draxler nach 80 Minuten das 3:0. Der Youngster hatte den Treffer selbst eingeleitet, nachdem er die Gäste beim Spielaufbau im Mittelfeld entscheidend gestört hatte. Über Ciprian Marica, Huntelaar und Raul landete der Ball erneut bei Draxler, der ganz cool mit links an Ulreich vorbei schob. Drei Minuten vor dem Abpfiff gelang Shinji Okazaki mit links per Abstauber noch der Anschlusstreffer, nachdem Ex-Knappe Tamas Hajnal zuvor an den Pfosten geschossen hatte. Ergebniskosmetik des japanischen Nationalspielers bei dem hoch verdienten Erfolg des FC Schalke 04.

Schalke: Unnerstall - Uchida, Papadopoulos, Höwedes (42. Metzelder), Fuchs - Höger, Matip - Baumjohann (46. Draxler), Raul, Obasi (74. Marica) - Huntelaar
Stuttgart: Ulreich - Celozzi, Tasci, Maza, Molinaro - Kuzmanovic, Kvist (62. Schieber) - Harnik (62. Okazaki), Hajnal, Cacau - Pogrebnyak (85. Holzhauser)
Tore: 1:0 Matip (3.), 2:0 Papadopoulos (57.), 3:0 Draxler (80.), 3:1 Okazaki (87.)
Schiedsrichter: Dr. Brych (München)
Zuschauer: 61.673 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Höger - Hajnal

Die Daten zum Spiel 

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