Glieder: Cool bleiben – dafür haben sich mich geholt

06.03.2004

Mike Hankes Grippe war sein Glück. Weil der U21-Nationalspieler unter der Woche genau wie Ebbe Sand krank war, schickte Trainer Jupp Heynckes gegen Freiburg Edi Glieder von Beginn an aufs Feld. Eine Entscheidung, die er nicht bereuen sollte.

 

Die Österreicher beschäftigte bis zur seiner Auswechslung in der 82. Minute pausenlos die Freiburger Hintermannschaft, wovon nicht zuletzt Ebbe Sand profitierte. Dabei fiel auf, wie gut sich die beiden routinierten Angreifer auf dem Rasen verstanden.

 

Das erste Tor des Österreichers fiel auf „Zuspiel“ Sands: Nach Bajramovics verunglücktem Befreiungsschlag sprang der Ball von Sands Bein zu Glieder, der sich diese Chance im Strafraum nicht entgehen ließ. Gekonnt lupfte der Mann, der zu Beginn der Saison vom SV Pasching kam, das Spielgerät über den Freiburger Schlussmann. Gelassener Kommentar von Glieder Edi: „Cool bleiben – dafür haben sie mich doch geholt.“

 

Im Anschluss an seinen zweiten Bundesligatreffer – den ersten markierte er beim 2:2 in der Hamburg – verneigte sich der Stürmer vor den Anhängern in der Arena. „Die Fans haben immer zu mir gestanden. Sie haben mich oft gefordert. Das wollte ich honorieren.“

 

Trotz des Lobes von allen Seiten blieb die Nummer 19 der Schalker bescheiden. Seine Leistung bezeichnete er selbst als „relativ gutes Spiel“, Forderung wollte er ob dieser Vorstellung jedoch nicht stellen. „Natürlich hoffe ich, dass der Trainer gesehen hat, wie gut es zwischen mir und Ebbe funktioniert. Aber das ist noch keine Garantie für Einsätze in der Zukunft.“

 

Er gehe weiterhin davon aus, dass er nach der Saison in Pasching seine Fußballer-Karriere ausklingen lassen wird. Sollte es allerdings anders kommen, und die Schalker würden seine Dienste über den Sommer hinaus in Anspruch nehmen wollen, sei er nicht abgeneigt. „Nach einem Spiel darüber zu reden, ist jedoch zu früh“, schränkte der Angreifer ein.

 

Einen kleinen Wermutstropfen gab es dennoch. „Mit dem Manager waren zwei Tore ausgemacht“, verriet er nach dem Spiel. „Aber die sind ja auch selbst schuld, sie hätten mich eben nicht runternehmen sollen.“

 

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