08.02.2012
Der Fokus bei den Königsblauen liegt in dieser Woche ganz auf dem Spitzenspiel des 21. Spieltags am Samstag (11.2., 18.30 Uhr) bei Borussia Mönchengladbach. Im Interview mit schalke04.de spricht Klaas-Jan Huntelaar über die Erinnerungen an das Pokalspiel im Dezember, die letzten Bundesligaauftritte und darüber, wie man gegen die Borussia agieren sollte.
Klaas-Jan Huntelaar, am Samstag geht es gegen Borussia Mönchengladbach. Wie präsent ist für Sie noch das Pokalspiel gegen die Fohlen?
Es war unser letztes Spiel gegen Gladbach, deswegen haben wir es natürlich noch im Hinterkopf. Aber es war ein ganz anderes Spiel, da es im Pokal stattfand. In der Bundesliga ist es ein Spiel von insgesamt 34, ist aber trotzdem wichtig, denn Gladbach ist einen Punkt hinter uns.
Lassen sich aus der Niederlage im Pokal konkrete Schlüsse ziehen?
Wir müssen besser spielen. In der ersten Halbzeit haben wir nicht gut gespielt und nach einer guten Viertelstunde schon das erste Tor kassiert, das war zu schnell. Unsere Organisation auf dem Platz war nicht so gut, wie es vorher normalerweise der Fall gewesen ist. Das müssen wir besser machen.
Die Borussia hat die wenigsten Gegentreffer in der Liga kassiert. Wissen Sie als Stürmer, warum es so schwer ist, gegen dieses Team Tore zu erzielen?
Die Organisation stimmt. Zwar erzielt Gladbach nicht so viele Tore, wie zum Beispiel Bayern, Dortmund oder wir, aber sie kassieren auch weniger als die anderen Teams. Das ist eine Qualität. Gladbach bleibt mit allen Spielern ein Stück weiter hinten, versucht dann aber, mit Kontern und Umschalten schneller nach vorne zu kommen. Dem müssen wir mit unserer Taktik Rechnung tragen.
Kann es ein Vorteil sein, dass Borussia Mönchengladbach mit dem Pokalspiel bei Hertha BSC Berlin eine englische Woche hat?
Das sehe ich nicht als Vorteil. Wir Spieler sind alle so gut trainiert, dass wir innerhalb einer Woche durchaus zwei Spiele machen können. Die ersten beiden Tage spürt man noch etwas vom Spiel, aber am dritten Tag ist man wieder fit.
Auffällig war zuletzt, dass Trainer Huub Stevens nach nicht so überzeugenden ersten Halbzeiten in Köln und gegen Mainz in der Pause das System umgestellt hat.
Es ist ein Vorteil, dass wir von einer Taktik zur anderen wechseln und damit ein Spiel auch drehen können. Das ist Qualität, aber besser ist es natürlich, direkt gut anzufangen. Zuletzt haben wir mehr reagiert als antizipiert und das müssen wir ändern. Wir müssen selbst die Initiative ergreifen und dürfen nicht abwarten.
Es ist das Duell Vierter gegen Dritter. Welche Bedeutung hat diese Konstellation?
Es ist natürlich ein sehr wichtiges Spiel gegen einen direkten Konkurrenten, aber auch nach diesem Spiel gibt es viele wichtige Begegnungen. Daher ist es nicht so, dass diese eine Partie für die Liga entscheidend ist. Dennoch: Gladbach wird auf Fehler von uns lauern. Deswegen müssen wir schlau spielen und geduldig sein. Wenn unsere Chancen da sind, müssen wir diese nutzen. Zuhause haben wir gegen Gladbach gewonnen, das wollen wir nun wiederholen.