Kuranyi: HSV durch Stärken schwächen!

18.03.2010

Der Frühling ist eingekehrt auf Schalke. Während vor nicht allzu langer Zeit viele Spieler mit Handschuhen und Mütze trainierten, präsentierten sich bei der Übungseinheit am Donnerstagvormittag (18.3.) fast alle Kicker im kurzärmeligen Dress. Lediglich die drei Torhüter bildeten im Parkstadion die Ausnahme.

Kevin Kuranyi möchte mit seinem Team auch in Hamburg jubeln. |Copyright: firo sportphotoÄhnlich wohltuend wie das Wetter war auch das Tempo im Abschlussspiel, das die mit orangefarbenen Leibchen gekennzeichnete Mannschaft mit 2:0 gewann. Beide Treffer erzielte der Schalker Torjäger vom Dienst, Kevin Kuranyi, höchstpersönlich. Ebenso wie nach den vergangenen Spielen gab der Knipser auch nach dem Training die ihm entgegen schwenkenden Komplimente brav an seine Mitspieler weiter.

„Ich schieße die Tore, weil die Mannschaft gut arbeitet“, sagt der 28-Jährige, der mit seinem Team den nächsten Dreier in der Bundesliga fest im Visier hat. „In Hamburg zu gewinnen ist nicht unrealistisch“, erklärt Kuranyi. „Um das zu schaffen, müssen wir aber hoch konzentriert sein.“ Dass die Hanseaten im Gegensatz zu den Knappen noch international im Einsatz sind und damit mit einer Doppelbelastung zu kämpfen haben, sieht der Stürmer nicht als Vorteil für Königsblau. „Wieso?“, fragt Kuranyi. „Hamburg hat doch nach dem Europa-League-Spiel in Anderlecht zwei Tage Zeit, sich zu regenerieren.“

Rafinha und Marcelo Bordon staunen: Schalkes Torjäger kann auch mit einem kleineren Ball perfekt umgehen. |Copyright: firo sportphotoRespekt hat er großen vor dem HSV. „Die Mannschaft hat in dieser Spielzeit sowohl national als auch international gezeigt, dass sie sehr guten Fußball spielen kann“, sagt Kuranyi. Wie man den Gegner dennoch bezwingen könne, hat der Schalker Torjäger sich bereits ausgemalt. „Wir müssen Hamburg durch unsere Stärken schwächen“, fordert er. Was der Rechtsfuß meint ist vor allem die taktische Ausrichtung der Knappen sowie das Tempo, dass er und seine Mitspieler gehen können. Kuranyi: „Wir haben im bisherigen Saisonverlauf sehr hart trainiert und sind topfit. Die ganze Mannschaft kann 90 Minuten lang laufen.“

Und natürlich auch Fußball spielen, denn schließlich stehe man nicht umsonst auf Platz zwei. Diese Momentaufnahme lässt Kuranyi letztlich aber kalt. „Wir schauen nicht, wie groß der Abstand auf die Mannschaften hinter uns ist. Weiterhin gilt, nur von Spiel zu Spiel zu denken und nach Möglichkeit stets drei Punkte einzufahren“, so der Angreifer, denn „bevor wir anfangen zu reden müssen wir erst einmal arbeiten und gewinnen. Selbstzufriedenheit würde uns zum jetzigen Zeitpunkt nur schaden“.

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