25.01.2012
In der Innenverteidigung ist Kyriakos Papadopoulos seit Wochen eine feste Größe. Zuletzt bewies der 19-Jährige, dass er auch im gegnerischen Strafraum für Wirbel sorgen kann. Vor dem Spiel beim 1. FC Köln am Samstag (28.1.) erzählt „Papa“ im Gespräch mit schalke04.de von seiner neuen Karriere als Schalker Torjäger, seiner Strategie, Nationalspieler Lukas Podolski zu stoppen und den Grund für die großartige Stimmung im Lager der Königsblauen.
Kyriakos Papadopoulos, in den vergangenen beiden Bundesligaspielen konnten Sie jeweils einen Treffer erzielen. Sind Sie Schalkes neuer Torjäger?
Nein, noch nicht (lacht). Meine Aufgabe liegt in erster Linie darin, dafür zu sorgen, dass wir hinten keine Gegentreffer bekommen. Aber es macht natürlich großen Spaß, auch mal ein Tor zu erzielen. Und wenn ich damit der Mannschaft helfen kann, ist es umso schöner. Außerdem haben wir zum Glück mit Klaas-Jan Huntelaar, Raul und Co. ja schon ein paar überragende Spieler, die immer viele Tore schießen.
Apropos Tore: Der 1. FC Köln hat mit Lukas Podolski einen der torgefährlichsten Bundesligaspieler in seinen Reihen. Wie kann man den deutschen Nationalstürmer stoppen?
Wir dürfen uns nicht auf einen Spieler fokussieren, sondern müssen uns insgesamt auf den Gegner gut einstellen. Lukas Podolski ist natürlich ein sehr guter Spieler, aber ich denke, dass wir ihn mit unserem kompakten Kollektiv stoppen können. Ich werde auf jeden Fall ordentlich Gas geben und versuchen, meinen Teil dazu beizutragen, dass wir gegen ihn und alle anderen Kölner nicht allzu viele Torchancen zulassen.
Die Stimmung im Team ist derzeit prächtig. Was macht aktuell besonders viel Spaß auf Schalke?
Es passt einfach. Wir haben super Charaktere in der Mannschaft, die gerne Zeit miteinander verbringen und viel zusammen lachen. Wir harmonieren neben dem Platz genauso gut wie auf dem Platz. Niemand im Team ist arrogant oder egoistisch. Das sieht man auch daran, dass jeder für jeden kämpft.
Sie sind aktuell der erfolgreichste Grieche in der Bundesliga. Wie wird die Bundesliga in Ihrer Heimat wahrgenommen?
Das Interesse an der Bundesliga wird in Griechenland immer größer. Das liegt bestimmt auch daran, dass mittlerweile einige Griechen hier spielen. Abgesehen davon genießt der deutsche Fußball aber sowieso in meiner Heimat einen hohen Stellenwert.