Magath: Gegen HSV konditionellen Vorteil nutzen

19.03.2010

„Drei Punkte, und die Europa-League-Qualifikation ist so gut wie sicher“, meint Felix Magath vor dem Auftritt der Knappen am Sonntag (21.3., 15.30 Uhr) beim Hamburger SV. „Über mehr kann und möchte ich nicht sprechen!“ Die Vorzeichen stehen laut des Schalker Chef-Trainers nicht schlecht.



Im Hinspiel trennten sich Schalke und Hamburg nach kurzweiligen 90 Minuten 3:3-Unentschieden. |Copyright: firo sportphoto„Der HSV muss in dieser Saison mit einer sehr hohen Belastung zurecht kommen“, sagt der 56-Jährige und fügt an, dass Bruno Labbadias Team in Bundesliga sowie im Europa- und DFB-Pokal bisher satte 42 Pflichtspiele zu absolvieren hatte. „Da sind wir in einer besseren Situation. Im konditionellen Bereich sehe ich Vorteile bei uns, diese müssen wir nutzen.“

Eine weitere Tatsache, die ins Auge sticht, sind die zuletzt vielen Gegentore der Hanseaten. Sowohl am vergangenen Spieltag in Leverkusen als auch am Donnerstag (18.3.) in der Europa League beim RSC Anderlecht musste Schlussmann Frank Rost jeweils viermal hinter sich greifen. „Vier Gegentore sind eine Menge Holz“, sagt Schalkes Coach. „Aber andersherum gesehen hat der HSV jeweils auch viele eigene Treffer erzielt. Offensiv ist Hamburg in sehr guter Verfassung. Auch dank des Wintertransfers von Ruud van Nistelrooy.“

Das Angriffsspiel der Rothosen müsse daher möglichst früh unterbunden werden. „Wir stehen defensiv sehr stabil und stellen uns auf einen offensiven Gegner ein“, sagt Magath, denn „Hamburg hat ein Heimspiel und braucht die drei Punkte im Kampf um einen Europapokalplatz ebenso wie wir“. Sollten die Knappen trotz aller Defensivbemühungen dennoch einen oder gar zwei Gegentreffer kassieren, werde seine Elf aber nicht stagnieren, betont er: „Nach dem Hinspiel haben wir die Gewissheit, dass wir auch einen Zwei-Tore-Rückstand aufholen können.“ Zur Erinnerung: Nach 90 turbulenten Minuten in der VELTINS-Arena hieß es im Oktober 2009 am Ende 3:3.

Personell kann Magath an der Elbe fast aus dem Vollen schöpfen. Zu den Langzeitverletzten hat sich bis dato kein weiterer Akteur gesellt. Einzig Heiko Westermann bereitete dem Coach noch Sorgen, hatte der Nationalspieler doch das Vormittagstraining am Donnerstag (18.3.) mit leichten Problemen abgebrochen. „Er hat eine Verhärtung in der Wade“, sagt der Chef-Trainer, weshalb der Schalker Kapitän individuell trainiert und zudem etwas Gymnastik mit Konditions-Trainer Werner Leuthard gemacht habe. An der Einsatzfähigkeit zweifelt Magath aber nicht: „Es sieht gut aus.“

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