Manfred Burgsmüller will „den Pott für Football begeistern“

14.02.2004

Er ist mit allen „American-Football-Wassern“ gewaschen, gewann zweimal den World Bowl und ist immer noch mit 310 Punkten der Topscorer bei Rhein Fire. Jetzt kurbelt Manfred Burgsmüller auf Schalke das Geschäftsfeld „American Football“ an.

 

Als Koordinator will Burgsmüller noch mehr Menschen in der Region für American Football zu begeistern. „Wir können von Dortmund bis zum Breitscheider Kreuz baggern. Danach beginnt die Zonengrenze. Aber es sind im Ruhrgebiet sechs bis sieben Millionen Menschen, die wir für Football gewinnen wollen. Und das ist meine Aufgabe“, umreißt Burgsmüller sein Arbeitsfeld. In diesem Jahr begleitet der 52-Jährige als „Koordinator American Football“ das Gastspiel von Rhein Fire in der Arena. „Wir sind die Verbindung eingegangen, weil wir auf Jahre hinaus in der Arena AufSchalke Football sehen wollen. Ich will helfen, dass wir hier ein Team aufbauen und noch weitere Veranstaltungen in die Arena holen“, erklärte Burgsmüller.

 

Derzeit sieht alles danach aus, als stünde für Rhein Fire die letzte Saison in der Arena auf dem Programm. Aller Voraussicht nach wird Fire im Jahr 2005 im neuen Stadion in Düsseldorf spielen. Tritt dieser Fall ein, könnte Schalke 04 die mit der NFL ausgehandelte Option ziehen und ein eigenes NFLEL-Team ins Rennen schicken. „Alle sind mehr als angetan, Football hier umzusetzen. Manni wird unser Zugpferd sein. Er hat das nötige Know-how, kennt sich bestens im Geschäft aus. Es kann noch etwas dazwischen kommen, aber ich gehe davon aus, dass wir 2005 ein festes Team etablieren“, unterstrich Schalkes Manager Rudi Assauer noch einmal die Absichten der Knappen.

 

Die NFL würde in diesem Fall ein Team zusammenstellen, das auf Schalke spielt. Zur möglichen Namensgebung meinte Burgsmüller. „Da ist noch nichts entschieden, aber der Name soll eine Verbindung zur Region dokumentieren, so etwas wie ,Pott-Steelers’ wäre denkbar.“

 

Für Rhein Fire wäre ein Team aus dem „Ruhrpott“ ein absoluter Glücksfall. „Das wäre wirklich super. Wir freuen uns über Konkurrenz. Rivalen in Köln und Gelsenkirchen zu haben, das wäre ein absoluter Traum“, schwärmte Rhein-Fire-Sprecher Markus Müller. Die Düsseldorfer wollen vor ihrer Rückkehr aber noch einmal in der Arena AufSchalke für Furore sorgen und hoffen auf die Unterstützung der Fans. Müller: „Wir peilen in dieser Saison einen ähnlichen Zuschauerschnitt an, wie im letzten Jahr. Der lag bei 34.000 Besuchern pro Spiel.“

 

Über einen neuen Stammgast darf sich Rhein Fire bereits freuen. „Es werden auf jeden Fall mehr Zuschauer sein als zuletzt, weil ich mir in dieser Saison einige Spiele ansehen werde“, verriet Schalkes Trainer Jupp Heynckes.

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