Schalke Rovers aus Irland zu Gast bei Königsblau

05.05.2008

Als Stadionsprecher Dirk Oberschulte-Beckmann am Samstag (3.5.) vor dem Anpfiff gegen Hannover 96 in der VELTINS-Arena die traditionellen Fangrüße verlas, ließ einer besonders aufhorchen: "Ein herzliches Willkommen an die Schalke Rovers aus Irland."

Der irische Amateurclub, der in der höchsten Liga des Inselstaates am Spielbetrieb teilnimmt, ist mit 22 Spielern zu Gast auf Schalke und verlebte bisher eine interessante Zeit. Peter McDermott war von der Atmosphäre in Europas modernstem Stadion begeistert. "Als die Fans rund um uns herum bemerkt hatten, dass wir englisch sprechen und uns so als Schalke Rovers identifizieren konnten, waren sie verblüfft und freundlich zugleich", sagt der Manager der Zweiten Mannschaft der Iren. "Das war wirklich einmalig."

Nach dem Anschauungsunterricht am Samstag schnürten die Schalke Rovers dann am Sonntag (4.5.) selbst die Fußballschuhe. Das irische Team, das wie die Knappen ebenfalls Blau und Weiß als Vereinsfarben hat, traf in einem freundschaftlichen Vergleich auf dem Kunstrasen auf dem Trainingsgelände auf das Pubteam der "Destille Buer". In dessen Reihen standen vorwiegend Kicker des Gelsenkirchener Kreisligisten Adler Feldmark.

"Das Spiel war eine schöne Sache", freut sich McDermott, um sogleich zu ergänzen: "Leider waren wir etwas gehandicapt." Der Grund dafür ist einfach: Nach dem Spiel der Knappen gegen Hannover feierten die Rovers bis morgens um sieben Uhr mit einigen Fans der Königsblauen und fanden daher sehr wenig Schlaf.

Im Match gegen die Bueraner ‚Destille' erspielte man sich dennoch gute Torchancen, was sich in einer Reihe von Lattentreffern widerspiegelte. Etwas genauer zielten die Lokalmatadoren, die durch einen Treffer von Dirk Schwarzer in der insgesamt ausgeglichenen und äußerst fair geführten Partie mit 1:0 gewannen.

Großen Anteil am Erfolg hatte auch Torhüter Holger Raschdorf, der die Angreifer der Rovers ein ums andere Mal zur Verzweiflung brachte. "Das Ergebnis war jedoch nicht so wichtig, denn es stand eindeutig der Spaß im Vordergrund", berichtet McDermott, der am Montag (5.5.) zum Abschluss des Besuches in Deutschland mit seinem Team eine Führung durch die VELTINS-Arena machen wird.

Der für irische Verhältnisse eher suspekt klingende Vereinsname kam übrigens folgendermaßen zustande. "Wir haben unseren Namen nur gewählt, weil uns das Wort ‚Schalke' einfach gefiel", erklärt David Elliot. Der Spielertrainer der Rovers war in den 90'ern Jahren im Rahmen seinen Studiums für einige Monate in Deutschland und hatte dabei Gefallen an der Bundesliga gefunden.

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