Tim Hoogland: Man darf Mainz auch nach Führung nicht abschreiben

31.01.2012

Für Tim Hoogland sind es erfreuliche Wochen auf Schalke. Nach seiner langen Verletzungspause trainiert der Verteidiger endlich wieder mit der Mannschaft, stand am vergangenen Wochenende erstmals wieder im Kader und nun geht es gegen seinen Ex-Club Mainz 05. Was ihn in diesen Tagen bewegt, verrät Hoogland im Interview mit schalke04.de.

Freut sich, wieder im Team-Training dabei zu sein: Tim Hoogland. Copyright: firo sportphotoTim Hoogland, nach langer Verletzungspause konnten Sie die Rückrundenvorbereitung mitmachen und standen auch im Kader gegen den 1.FC Köln. Wann können Sie der Mannschaft wieder aktiv helfen?
Ich schaue aktuell eigentlich nur von Tag zu Tag. Es ist so, dass ich jetzt seit knapp vier Wochen wieder im Training bin, nach einer Verletzungspause, die fast 20 Monate gedauert hat. Ich denke, wenn wir nun Stück für Stück gucken und abwarten, dann ist das der richtige Weg. Ich bin auf jeden Fall so weit, dass ich 90 Minuten spielen könnte, den Rest entscheidet der Trainer. Es ist ja auch so, dass ich in den Kader gerückt bin, weil viele andere Spieler verletzt sind.

Wie war das Gefühl in Testspielen und im Training? Können Sie schon hundert Prozent geben, wie es vor der Verletzung der Fall war, oder gibt es Momente, in denen Sie zurückziehen?
In erster Linie bin ich schlauer geworden. Ich hole mir das Vertrauen Tag für Tag und von Aktion zu Aktion zurück. Es sind auch ein paar härtere Zweikämpfe wichtig. Das Knie hat gehalten, die Muskulatur ist soweit aufgebaut, dass sie den nötigen Rest abfängt. Die normalen Wehwehchen wie Muskelkater gehören natürlich dazu, aber ich bin froh, dass so etwas wieder auf der Tagesordnung steht.

Ein guter Zeitpunkt, denn sportlich läuft es derzeit rund auf Schalke…

Wir sind gut aus der Winterpause gekommen, tun aber gut daran, von Spiel zu Spiel zu schauen. Nun haben wir ein Heimspiel. Wenn wir das gewinnen, sieht es noch ein Stück besser aus. Daher müssen wir sehen, dass wir unsere Punkte holen und wenn wir am Ende unter den ersten drei Clubs stehen, wäre das sehr, sehr gut für uns.

Der Gegner am Wochenende heißt Mainz 05 – der Club, von dem Sie nach Schalke gewechselt sind. Welchen Kontakt haben Sie noch zu Ihrem ehemaligen Verein?
In Mainz ist viel durchgewechselt worden, so dass nicht mehr allzu viele Spieler dort sind, mit denen ich noch zusammengespielt habe. Aber vereinzelt gibt es natürlich schon noch Kontakt. Nichtsdestotrotz ist das Duell am Samstag ein Spiel wie jedes andere auch. Und ich bin froh, wieder auf Schalke spielen und trainieren zu können.

Was hat sich die Mannschaft für die Partie gegen Mainz vorgenommen?

Wir sind mit zwei Siegen gestartet und haben in Köln eine tolle zweite Halbzeit gezeigt. Die ersten 45 Minuten waren natürlich nicht so gut, aber das haben wir bereits aufgearbeitet. Ich denke, dass wir mit viel Selbstvertrauen ins Spiel gehen und den Sieg sowie die Punkte hierbehalten. Man darf aber nicht vergessen, dass man Mainz auch nach einem 2:0 nicht abschreiben darf. Das Team braucht nur ein paar gute Situationen und ist wieder drin im Spiel. Daran werden wir diese Woche arbeiten und deswegen bin ich frohen Mutes. 

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