08.03.2003
Im Fußball ist es eine der schlimmsten Situationen für einen Spieler: Ein- und noch während der 90 Minuten wieder ausgewechselt zu werden. Dies widerfuhr Darío Rodriguez in der Partie gegen Bielefeld. Auch sein uruguayischer Landsmann Gustavo Varela sucht noch nach seiner Form.
In der 16. Minute war Rodriguez, dessen Platz im 18er-Kader aufgrund einer Verletzung im linken Sprunggelenk lange unsicher war, für den verletzten Nico van Kerckhoven gekommen. Doch während seines Einsatzes gelang ihm nicht viel. Passend zu seiner unglücklichen Vorstellung war die Entstehung des Freistoßes vor dem Bielefelder Führungstreffer. Nach 67 Minuten musste Rodriguez schließlich Gerald Asamoah weichen.
Manager Rudi Assauer mochte nach dem Abpfiff allerdings nicht den Stab über den uruguayischen Linksfuß brechen, der bei der Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea durchaus überzeugen konnte. „Aber es ist mir unerklärlich, warum es Rodriguez nicht schafft, seine Klasse im Spiel rüber zu bringen.“ Von diesen Fähigkeiten hatten sich die Knappen vor seiner Verpflichtung oft genug überzeugt: „Er ist bestimmt zehnmal von uns beobachtet worden. Wir wissen, was er kann“, unterstrich Assauer.
Den Nachweis seiner Klasse hat Gustavo Varela bereits im Schalker Trikot abgelegt. Nach starken Vorstellungen in der ersten Serie war der trickreiche Dribbler bereits zum Publikumsliebling avanciert, ehe er wegen eines Schädelbruches im November bei der Pokalpartie gegen Mönchengladbach für zwei Monate ausfiel. Seitdem sucht Varela nach der Form des alten Jahres. „Ihn erkennt man nach seiner Verletzung nicht wieder“, bestätigt Assauer und vermutet: „Er ist mit sich selbst natürlich unzufrieden, grübelt vielleicht zu viel. Scheinbar braucht alles seine Zeit.“