06.08.2011
Der FC Schalke 04 ist mit einer Niederlage in die Bundesliga-Saison 2011/12 gestartet. Beim VfB Stuttgart unterlagen die Knappen am Samstag (6.8.) mit 0:3. In der Mercedes-Benz Arena trafen Cacau (37.), Martin Harnik (56.) und Shinji Okazaki (89.) für die Gastgeber.
Im Gegensatz zum 11:1-Pokalerfolg beim FC Teningen veränderte Chef-Trainer Ralf Rangnick seine Startelf auf zwei Positionen. Für Lars Unnerstall rückte der wieder genesene Ralf Fährmann zwischen die Pfosten. Zudem begann Jermaine Jones anstelle von Julian Draxler, dessen Position Lewis Holtby einnahm. Jones bildete gemeinsam mit Joel Matip die Doppel-Sechs.
Das Match in der rundum erneuerten Spielstätte des VfB begann ausgeglichen. Für erstmaliges Aufsehen sorgten die Gastgeber, als Christian Gentner in der neunten Minute lang geschickt Richtung Schalker Tor lief und sich dann im Duell mit Benedikt Höwedes fallen ließ. Schiedsrichter Wolfgang Stark wertete die Szene jedoch richtig, einen Körperkontakt hatte es nicht gegeben. Für seinen Täuschungsversuch sah Gentner folgerichtig die Gelbe Karte.
Die Knappen wurden erstmals nach einem ruhenden Ball gefährlich. Christian Fuchs schoss aus der zweiten Reihe einen platzierten Freistoß, den VfB-Schlussmann Sven Ulreich nur abklatschen lassen konnte. Danach aber gelang es der Defensive der Schwaben, die Situation zu entschärfen (16.). Eine Minute später verzog Alexander Baumjohann aus halblinker Position im Strafraum knapp. Sein Schuss ging rechts am Tor vorbei. Auf der Gegenseite konnte sich Fährmann auszeichnen, als er bei einem verdeckten Hajnal-Freistoß aus dem linken Halbfeld, den Cacau noch per Kopf verlängert hatte, sicher zupackte (20.).
Die Partie blieb unterhaltsam. Kyriakos Papadopoulos köpfte in der 25. Minute nach einem Baumjohann-Freistoß von rechts nur knapp neben den linken Pfosten, und auch Raul setzte einen Kopfball kurze Zeit später nur wenige Zentimeter am Tor vorbei. Vorbereiter war abermals Baumjohann. Besser machten es die Platzherren. Nach einem Eckball von Tamas Hajnal köpfte Maza die Kugel Richtung Tor. Zwei Meter vor dem Gehäuse kam Cacau, ebenfalls per Kopf, noch einmal an den Ball und verlängerte diesen schließlich ins Netz – 1:0 für den VfB (37.). Beinahe hätten die Schwaben eine Minute vor dem Seitenwechsel auf 2:0 erhöht. Nach einer kurzen Unachtsamkeit von Höwedes konnte Cacau seinen Mitspieler Martin Harnik in Szene setzen. Im Eins-gegen-Eins zog der Österreicher gegen den aufmerksamen Fährmann aber den Kürzeren.
Zu Beginn der zweiten Hälfte nahm Rangnick einen Wechsel vor. Matip blieb in der Kabine, Draxler kam auf den Platz. Der Youngster hatte die erste Chance im zweiten Durchgang, als er von der linken Seite trocken abzog. Den Flatterball des Schalker Mittelfeldspielers konnte Ulreich gerade noch zur Ecke fausten (50.). Fast im direkten Gegenzug tauchte der VfB wieder vor dem Gehäuse der Königsblauen auf. Zunächst konnte Fährmann erneut gegen Harnik klären, ehe Cacau den zweiten Versuch neben den rechten Pfosten setzte.
In der 56. Minute war Schalkes Nummer eins indes machtlos. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Hajnal flankte Cristian Molinaro den Ball von links in den Fünfmeterraum und fand den Kopf von Harnik. Dieser ließ sich die Möglichkeit nicht nehmen und erhöhte auf 2:0. Trotz des Zwei-Tore-Rückstands ließen die Knappen die Köpfe nicht hängen. Keine fünf Minuten nach dem Gegentor kam Klaas-Jan Huntelaar nach Vorarbeit von Christian Fuchs in zentraler Position zum Abschluss, Ulreich aber konnte parieren. 120 Sekunden später nahm Jones aus der zweiten Reihe Maß, doch auch er war nicht erfolgreich. Auf der anderen Spielfeldseite scheiterte Cacau mit einem Flugkopfball, der Nationalspieler köpfte knapp neben den rechten Pfosten (65.).
Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff hatte Jan Moravek die nächste gute Schalker Möglichkeit. Nach einer scharfen Flanke von Draxler schloss der Tscheche ab, doch Ulreich war ein weiteres Mal zur Stelle und hielt für sein Team die Null. Und auch Huntelaars Kopfball konnte der Keeper entschärfen (76.).
Die nächste Szene gehörte dem VfB. Nach einem Zuspiel des eingewechselten Ibrahima Traore versuchte Gentner, Fährmann mit einem Lupfer zu überlisten. Der Versuch war aber nicht von Erfolg gekrönt, der Ball tippte links neben dem Tor auf und rollte schließlich ins Aus (85.). Dennoch: Treffer Nummer drei sollte noch fallen. Mit einem fulminanten Linksschuss ins lange Ecke erzielte Shinji Okazaki eine Minute vor dem Abpfiff den 3:0-Endstand.
Stuttgart: Ulreich - Boulahrouz, Tasci, Maza, Molinaro - Kvist, Kuzmanovic - Harnik (72. Traore), Hajnal (79. Okazaki), Gentner - Cacau (84. Pogrebnyak)
Schalke: Fährmann - Höger, Höwedes, Papadopoulos, Fuchs - Jones, Matip (46. Draxler) - Baumjohann (68. Moravek), Raul, Holtby (65. Edu) - Huntelaar
Tore: 1:0 Cacau (37.), 2:0 Harnik (56.), 3:0 Okazaki (89.)
Schiedsrichter: Stark (Ergolding)
Zuschauer: 60.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Gentner - Papadopoulos
Die Daten zum Spiel