05.03.2010
Zum zweiten Mal nach dem Jahr 2005 waren am Donnerstag (4.3.) Amateurtrainer aus Belgien und den Niederlanden zu Gast auf Schalke, um sich mit den Abläufen bei den Königsblauen vertraut zu machen.
Andreas Goerke, Assistent Manager der Nachwuchsabteilung und Initiator der Veranstaltung, frischte die guten Beziehungen der Knappen zu den Übungsleitern aus den deutschen Nachbarländern wieder auf und lud die niederländischen Trainerkollegen vom VVON (Vakbond Voetbal Oefenmeesters Nederland) zum Austausch und Kennenlernen ein. Die belgischen Freunde vom BFC (Belgian Football Coaches) folgten der Einladung aus dem Ruhrgebiet ebenfalls gern. Insgesamt machten sich so 130 Trainer auf den Weg Richtung Gelsenkirchen
Bereits in den frühen Morgenstunden trafen die gut gelaunten Übungsleiter auf Schalke ein. Nach einer kurzen Stärkung startete das interessante Programm. Eine Besichtigung der VELTINS-Arena stand zuerst auf dem Plan. „Einfach nur gigantisch“, staunten die Trainer aus den Nachbarländern beim Anblick des Stadions. Als das Innenleben begutachtet wurde, konnte man sich vor Blitzlichtgewitter kaum retten. Von den Logenplätzen ging es zum Pressekonferenzraum, wo Andreas Goerke den wissbegierigen Besuchern zu Fragen rund um den Verein Rede und Antwort stand. Nach einem anderthalbstündigen Austausch auf Deutsch und Französisch folgte ein Mittagessen beim Schalker Fan-Club Verband (SFCV).
Als nächstes auf der Agenda standen Beobachtungen des Amateur- und Profitrainings. Gleich nach Beginn der Einheiten zückten die ersten Interessierten ihre Zettel, um sich eifrig Notizen von den Übungen zu machen. „Wir wollen mit dieser Reise unseren Horizont erweitern und die neuesten Erkenntnisse miteinander austauschen“, betonte BFC-Präsident Norbert Schouterden. Mit seinen Trainern ist er vier Mal im Jahr unterwegs, damit die Übungsleiter immer auf dem neusten Stand sind. Für die Reise nach Schalke nahmen sich die Belgier sogar extra einen Tag Urlaub.
Von der Zusammenkunft erhofft sich Andreas Goerke gute Kontakte und einen regen Austausch mit den Kollegen. „Es macht riesig Spaß mit ihnen. Sie sind immer mit viel Elan dabei“, bestätigte der Initiator. Auch über mögliche Freundschaftsspiele wurde im Zuge der Veranstaltung nachgedacht.
Die Gegebenheiten auf Schalke fanden die Gäste fantastisch. So stellte Norbert Schouterden schnell fest, dass man etwas Vergleichbares in Belgien nicht findet. „Wenn man das hier sieht, muss man eingestehen, dass der belgische Fußball im Vergleich mit dem Deutschen um 50 Jahre im Hintertreffen liegt.“ Sein Kollege aus Holland, Piet van de Kerkhof, hat das große Ganze im Trainerwesen im Blick. „Wir wollen alles auf ein Niveau heben und eine einheitlich europäische Trainerstiftung ins Leben rufen.“ Diesem Schritt sind alle Beteiligten bei ihrem Besuch auf Schalke auf jeden Fall einen Schritt näher gekommen.

Magaths Zwischenfazit: Ich bin mit dem Erreichten sehr zufrieden
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