2:0 gegen Hoffenheim: Knappen bauen Vorsprung auf Platz sechs aus

30.01.2010

Joel Matip behauptet sich im Kopfballduell. |Copyright: firo sportphotoVier Anläufe waren nötig, doch nun ist es den Königsblauen gelungen, einen Dreier gegen die TSG 1899 Hoffenheim einzufahren und damit den Anschluss an die Tabellenspitze zu halten. „Ich bin froh, dass die Mannschaft eine gute Reaktion nach dem 2:2 in Bochum gezeigt hat“, meinte Felix Magath nach dem Abpfiff.

Der Chef-Trainer vertraute der gleichen Startformation wie beim Nachbarschaftsduell vor Wochenfrist. Äußerst kompakt im 4-2-3-1 beginnend gelang es den Hausherren, die Räume gegen personell gebeutelte Gäste eng zu machen. Aus dieser gesicherten Defensive heraus spielten die Knappen zielstrebiger als die Gäste. „Aber wir haben uns heute wieder schwer getan und nicht überlegen gespielt, sondern uns den Sieg erarbeitet“, erklärte Magath.

Kevin Kuranyi hob den Ball mit viel Effet über TSG-Keeper Timo Hildebrand. |Copyright: firo sportphotoEffizienz war der Schlüssel zum Erfolg, bedeutete die erste Chance doch gleich die Führung. Rafinha rackerte sich im Mittelfeld durch und bediente Kuranyi, der den Ball zu seinem elften Saisontreffer über TSG-Keeper Timo Hildebrand ins Tor lupfte (19.). „Das war eine Riesenvorbereitung von Rafinha“, lobte der Chef-Trainer. Für den Torschützen gab es indes einen Rüffel mit Augenzwinkern: „Eigentlich hatten wir vereinbart, dass Kevin zwei Tore macht. Er muss aufpassen, dass es nicht bald Konsequenzen gibt.“ In der Folge standen die Knappen tief und suchten Kuranyi oder Vicente Sanchez vorwiegend mit langen Bällen.

Alexander Baumjohann kam in der 66. Spielminute für den leicht angeschlagenen Vicente Sanchez in die Partie. |Copyright: firo sportphotoKurz nach Wiederanpfiff, da waren sich beide Trainer einig, ereignete sich die Schlüsselszene der Partie: Sanchez brachte Andreas Beck im eigenen Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Florian Meyer deutete zunächst auf den Elfmeterpunkt, revidierte seine Entscheidung aber sogleich. „Ich denke, er wurde von seinem Assistenten an der Linie umgestimmt. So eine krasse Fehlentscheidung verkraften wir momentan nicht“, ärgerte sich Hoffenheim-Coach Ralf Rangnick. „Es sieht so aus, als würde Sanchez nicht den Ball treffen“, räumte auch Magath ein, betonte aber, dass der Sieg trotz dieser Szene verdient sei: „Wir haben zwei Tore geschossen und hätten im Falle eines Elfmeters eben mit 2:1 gewonnen. Auch damit wären wir heute zufrieden gewesen.“

Groß war der Jubel bei Lukas Schmitz nach seinem Treffer zum 2:0. |Copyright: firo sportphotoDer zweite Schalker Treffer fiel postwendend. Nach einer Ecke von rechts lenkte Kuranyi den Ball Lukas Schmitz vor die Füße, der nicht lange zauderte. Sein Schuss wurde von Marvin Compper leicht abgefälscht und schlug zum 2:0 im Hoffenheimer Tor ein (49.). Durch eine ähnlich disziplinierte Leistung wie im ersten Durchgang ließen die Knappen nichts mehr anbrennen und bauten mit dem Sieg den Vorsprung auf den sechsten Platz auf 13 Punkte aus. „Ich orientiere mich nicht an der Spitze, sondern schaue tatsächlich auf diese beiden Ränge“, betonte Magath. Primäres Ziel bleibe die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb. „Und wir dürfen nicht vergessen, dass noch 14 Spiele zu absolvieren sind.“

Schalke: Neuer - Rafinha (81. Mineiro), Höwedes, Bordon, Schmitz - Matip - Moritz (72. Reginiussen), Rakitic - Farfan, Kuranyi, Sanchez (66. Baumjohann)
Hoffenheim: Hildebrand - Beck, Nilsson, Compper, Eichner (32. Zuculini) - Ibertsberger (70. Jabiri), Luiz Gustavo, Salihovic - Carlos Eduardo, Ibisevic, Vukcevic (82. Tagoe)
Tore: 1:0 Kuranyi (19.), 2:0 Schmitz (49.)
Zuschauer: 60.402
Schiedsrichter: Meyer (Burgdorf)
Gelbe Karten: Rakitic, Matip - Eichner (4), Salihovic (5/3), Beck (2), Nilsson

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