Hao: Hätte am liebsten sofort mitgespielt

02.02.2010

Er ist der erste Spieler aus der Volksrepublik China, der das königsblaue Trikot trägt. Bereits am Samstag (30.1.) war Hao Junmin beim Spiel der Knappen gegen Hoffenheim auf der Tribüne. Bei schalke04.de spricht der Neuzugang über seinen ersten Eindruck, die Präsenz der Bundesliga in China und über Chef-Trainer Felix Magath.

Ist stolz, für Schalke 04 spielen zu dürfen: Neuzugang Hao Junmin. |Copyright: firo sportphotoHao Junmin, wie sind Ihre ersten Eindrücke von Schalke 04 und von Deutschland?
Schalke ist weltbekannt und ich bin sehr stolz, für diesen Verein spielen zu dürfen. Deutschland ist ein sehr schönes Land und die Menschen hier habe ich als sehr freundlich kennen gelernt.

Waren Sie früher schon einmal in Deutschland?
Ja, bereits zweimal. Einmal mit einer sportlichen Delegation und ein weiteres Mal im November 2009. Über einen Berater kam damals der Kontakt zu Felix Magath zustande und im November habe ich ihn hier zum ersten Mal gesehen.

In den ersten Einheiten mit den Knappen zeigte der Chinese vollen Einsatz. |Copyright: firo sportphotoWie haben Sie sich gefühlt, als Sie erfahren haben, dass Schalke Sie verpflichten möchte?
Das war für mich eine große Überraschung und ich konnte es kaum glauben, dass ich für den Verein spielen darf. Ich freue mich riesig und bin sehr glücklich, hier zu sein.

Bereits am vergangenen Samstag haben Sie die Partie gegen die TSG Hoffenheim verfolgt. Wie war Ihr Eindruck?
Die Arena ist ein großartiges Stadion mit einer tollen Atmosphäre. Als Fußballer habe ich mich dort gleich wohlgefühlt und hätte am liebsten sofort mitgespielt.

Wie präsent sind die Bundesliga und Schalke 04 in China?
Die Bundesliga und Schalke sind in China sehr bekannt. Es gibt immer mehr Fans, die gerne Fußball aus Deutschland sehen. Seit etwa zehn Jahren gibt es Live-Übertragungen von Spielen aus der Bundesliga. Unzählige Leute verfolgen die Partien bis tief in die Nacht. Und natürlich kennt man die Arena mit ihrer tollen Technik.

Beim Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim saß Hao Junmin bereits auf der Tribüne der VELTINS-Arena. |Copyright: firo sportphotoWas wussten Sie über Felix Magath?
Er ist für sein hartes Training bekannt und dafür, dass er gerade junge Spieler durch diese Einheiten sehr stark weiter entwickelt.

Was haben Sie sich vorgenommen?
Für mich persönlich möchte ich versuchen, so schnell wie möglich, mein Bestes abzurufen und zu spielen. Aber das muss letztlich der Trainer entscheiden. Auf jeden Fall werde ich sehr hart trainieren. In Deutschland herrscht ein sehr hohes Niveau. Durch das tägliche harte Training werde ich versuchen, meine Technik und Spielfähigkeit zu verbessern.

Durch gezieltes Training möchte Hao Junmin die ein oder andere Überraschung für die deutschen Fans bereithalten. |Copyright: firo sportphotoSie haben bislang zwei Einheiten mit den Knappen bestritten. Wie stark unterscheidet sich das Training von dem in China?
Das Training unterscheidet sich schon sehr stark. In China haben wir uns immer kurz vor einem Wettkampf sehr intensiv vorbereitet. Aber hier sind die Einheiten jeden Tag relativ hart.

2008 haben Sie in einem Länderspiel ein Tor gegen die deutsche Nationalelf erzielt. Wie wichtig war dieser Treffer für Sie?
Ich war natürlich sehr glücklich über dieses Tor. Außerdem bin ich dadurch nicht ganz fremd in Deutschland. Aber so ein Tor ist nicht alles, darauf darf man sich nicht ausruhen. Ich muss mich noch viel stärker weiterentwickeln. Schließlich möchte ich durch gezieltes Training einige Überraschungen für die deutschen Fans bereit halten.

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