05.02.2012
Gegen den 1. FSV Mainz 05 hat der FC Schalke 04 den sechsten Sieg in Serie knapp verpasst. Auf schalke04.de blickt Horst Heldt auf die Partie gegen die Rheinhessen zurück, zudem spricht der Manager über gestiegene Erwartungshaltungen und den kommenden Gegner.
Horst Heldt über…
… unterschiedliche Halbzeiten gegen Mainz: Wir standen im ersten Durchgang im Sturm teilweise mit fünf oder sechs Leuten auf einer Linie, da fehlte einfach die Abstimmung. So war es für Mainz einfach zu kontern. Wir haben keine guten Lösungen gefunden, daher hat der Trainer ja auch taktisch umgestellt. Nach dem Ausgleich fehlte uns in der zweiten Halbzeit das nötige Glück, die vielen Situationen vor dem Mainzer Tor für uns zu entscheiden. Da war immer ein Fuß dazwischen, oder der letzte Pass kam nicht so haargenau.
… gestiegene Erwartungshaltungen: Es scheint beinahe eine Selbstverständlichkeit geworden zu sein, dass wir zu Hause gegen jeden Gegner gewinnen. Da ist eine Erwartungshaltung gewachsen, weil Schalke mehrere Siege in Folge eingefahren hat. Viele Fans im Stadion sind sehr schnell nervös und hektisch geworden, und das ist etwas problematisch. Denn die Mannschaft legt sich schon selbst genug Druck auf. Die Fans sollten uns unterstützen, sie sollen auch träumen, und sie sollen auch pfeifen, wenn sie unzufrieden sind. Aber das muss nicht gleich nach dem ersten Fehlpass sein. Die Nordkurve nehme ich allerdings absolut davon aus. Sie hat die Mannschaft sensationell, pausenlos und bis zum Ende angefeuert. Natürlich möchte ich auch Erster werden. Ich weiß ja selbst, wie schön das ist. Aber das ist ein langer Weg. Wenn wir das Spiel gegen Mainz gewonnen hätten, wären wir auch nicht automatisch in der Champions League. Und wenn wir verloren hätten, wäre auch nicht schon alles vorbei.
… das nächste Spiel gegen Borussia Mönchengladbach: Gladbach hat ist ebeso wie wir oben dran. Wir haben die Gladbacher im Hinspiel geschlagen, im DFB-Pokal haben wir uns selbst geschlagen. Der S04 fährt dorthin, um zu gewinnen, und vielleicht kommen wir ja von Anfang an besser ins Spiel als gegen Mainz. Im Grunde hat sich an der Ausgangslage in der Bundesliga nichts geändert, weil Gladbach und Leverkusen auch nur unentschieden gespielt und den Druck nicht erhöht haben.