08.09.2010
Königsblau hat einen neuen Knipser: Klaas-Jan Huntelaar. Im Interview mit schalke04.de spricht der niederländische Nationalspieler über die ausschlaggebenden Gründe für seinen Wechsel ins Revier, alte und neue Mannschaftskameraden sowie seine Ziele im S04-Trikot.
Klaas-Jan Huntelaar, herzlich Willkommen auf Schalke. Die Schalker Fans sind stolz und froh, dass mit Ihnen ein Weltstar den Weg ins Revier gefunden hat. Was hat den Ausschlag für Ihren Wechsel zu den Knappen gegeben?
Ich hatte ein sehr gutes Gespräch mit Felix Magath. Der Trainer hat mich vom ersten Moment an zu einem Wechsel zum FC Schalke 04 überzeugen können. Ich denke, ich passe sehr gut hierhin. Mit vielen Toren möchte ich der Mannschaft helfen, erfolgreich zu sein. In Mailand kam ich in der jüngeren Vergangenheit nicht mehr regelmäßig zum Einsatz. Das hat mich gewurmt, schließlich will ein Fußballer immer spielen. Deshalb bin ich froh, dass die Verantwortlichen des S04 voll auf mich setzen.
Gab es auch Anfragen anderer Clubs?
Ja, auch andere Vereine haben zuletzt Interesse an einer Verpflichtung gezeigt. Aber das stand für mich nicht zur Debatte. Nach den Ausführungen von Felix Magath hatte ich ein super Gefühl, so dass meine Entscheidung schnell feststand.
Mit welchen Argumenten konnte Felix Magath Sie überzeugen?
Der Trainer hat mir versichert, dass er auf mich baut. So etwas ist für einen Spieler stets sehr wichtig. Zudem hat er mir die Mannschaft und den Verein schmackhaft gemacht. Schalke ist ein großer Club. Ich bin stolz, nun hier zu spielen …
Die Knappen haben in der Vergangenheit oft gute Erfahrungen mit Spielern aus den Niederlanden gemacht. Haben Sie vor Ihrem Wechsel mit einem Ex-Schalker über den Club gesprochen?
Ich habe Youri Mulder kontaktiert. Er kennt den Verein schließlich sehr gut, war hier Spieler und Co-Trainer. Seine Ausführungen waren durchweg positiv. Youris Aussagen haben mein gutes Gefühl noch verstärkt. Vor allem von den Fans hat er geschwärmt.
Auf Schalke treffen Sie mit Raul und Christoph Metzelder auf zwei alte Bekannte, mit denen Sie bereits bei Real Madrid zusammen gespielt haben.
Das stimmt. Raul und ich haben seinerzeit gut zusammen gepasst und uns auf dem Platz sehr gut ergänzt. Wir kennen uns gegenseitig, wissen wie der andere tickt. Das kann ein Vorteil sein. Ich bin froh, wieder mit ihm zusammen zu spielen. Auch auf das Wiedersehen mit Christoph freu ich mich.
Welche Ziele verfolgen Sie mit den Königsblauen?
Wir spielen in drei Wettbewerben. In der Bundesliga gilt es zunächst, Schritt für Schritt in der Tabelle zu klettern. Schalke ist ein Verein, der in den letzten Jahren immer oben mitgespielt hat. Das soll auch in diesem Jahr so sein. In der Champions League haben wir eine gute Gruppe und können die K.o.-Runde erreichen. Natürlich gehört in diesem Wettbewerb ebenso wie im DFB-Pokal immer das nötige Quäntchen Glück dazu. Ich sage immer: Wenn du etwas schaffen willst, ist es auch möglich!
Haben Sie sich bereits mit Ihren neuen Gegnern in der Bundesliga auseinander gesetzt?
Die deutsche Liga ist für mich kein Neuland. Ich verfolge die Bundesliga bereits seit Jahren im TV. In Holland gab es bei uns samstags stets ein festes Ritual. Um 18 Uhr wurde deutscher Fußball geschaut, um 19 Uhr dann niederländischer. Sie merken, dass ich fußballverrückt bin (lacht). Manchmal liefen nachts dann auch noch Spiele aus der englischen Premier League.
In der niederländischen Nationalelf glänzten Sie zuletzt mit fünf Toren in zwei Spielen …
Mit meiner Mannschaft bin ich gut in die EM-Qualifikation gestartet. Wir haben aus zwei Spielen sechs Punkte geholt. Das ist es, was zählt. Dass mir dabei fünf Treffer gelangen, ist natürlich schön. Aber wichtiger als der persönliche Erfolg ist das gute Abschneiden der Mannschaft!

Bennis Maske, Raúls Tor des Jahres 2012, Jermaines Lachnummer
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