01.09.2010
In Rekordzeit ging es für José Manuel Jurado von der Primera Division in die Bundesliga. Am Montagabend (30.8.) lief der Mittelfeldspieler noch in der spanischen Liga für Atletico Madrid auf und erzielte dabei das 1:0 im Heimspiel gegen Sporting Gijon (Endstand 4:0), am Dienstag (31.8.) unterschrieb er dann für vier Jahre auf Schalke. Im Interview mit schalke04.de verrät Jurado, dass für ihn bei den Knappen jetzt ein Traum wahr wird.
José Manuel Jurado, wir freuen uns, dass Sie ab sofort für Königsblau spielen. In den letzten Tagen ist in Ihrem Leben viel passiert. Am Montagabend haben Sie noch ein Tor für Atletico erzielt, gestern sind Sie dann schon nach Gelsenkirchen gekommen…
Ja, mein Leben hat sich in der letzten Woche tatsächlich total gedreht. Der Kontakt zu Schalke ist sehr rasch zustande gekommen. Es ging alles sehr schnell. Ich freue mich aber sehr, jetzt hier zu sein.
Gestern haben Sie sich bereits das Vereinsgelände angesehen. Heute standen Sie hier das erste Mal auf dem Trainingsplatz. Wie war's?
Das Training heute war sehr hart. Ich hatte ja noch das Spiel vom Montagabend in den Knochen. Aber es ist alles sehr gut gelaufen.
Heute haben Sie dann auch Ihren spanischen Landsmann Raul getroffen. Hatten Sie ihn vor dem Wechsel kontaktiert, um nachzufragen, wie es so auf Schalke ist?
Nein, ich hatte vor dem Wechsel nicht mit ihm gesprochen. Aber ich kenne Raul noch aus meiner Zeit bei Real Madrid. Damals habe ich als Nachwuchsspieler bei der ersten Mannschaft mittrainiert. Außerdem haben wir dann bei drei Spielen zusammen auf dem Platz gestanden.
Ist es etwas Besonderes für Sie, jetzt mit Raul langfristig in einem Team zu spielen?
Für mich ist es ein Traum, mit Raul zusammen zu spielen. Es ist natürlich überraschend, dass das jetzt in Deutschland hier auf Schalke der Fall ist. Aber ich freue mich sehr darauf.
Neben Raul steht mit Sergio Escudero ein weiterer Spanier im S04-Kader. Ist das für Sie ein beruhigendes Gefühl, dass zwei Landsmänner da sind?
Dass mit Raul und Sergio Escudero zwei weitere Spanier hier sind, ist natürlich eine gute Sache und macht es mir sicherlich noch leichter, mich einzufinden. Im Training haben mir beide zum Beispiel schon geholfen, Anweisungen zu verstehen. Generell ist das bestimmt hilfreich. Aber natürlich will ich mit meinen Mannschaftskameraden auch bald Deutsch sprechen.
Können Sie denn schon ein wenig Deutsch?
Nein, leider noch nicht. Das einzige Wort, das ich bisher kann ist "Danke"…
Dann sagen wir auch Danke. José Manuel Jurado: Herzlichen Dank für das Gespräch. Willkommen auf Schalke.