Knappen brennen auf Wiedergutmachung

04.02.2010

Wenn Schalke 04 am Samstag (6.2. um 15.30 Uhr) beim SC Freiburg antritt, wollen die Profis vor allem das Hinspielergebnis korrigieren. |Copyright: firo sportphotoWenn Schalke 04 am Samstag (6.2. um 15.30 Uhr) beim SC Freiburg antritt, wollen die Profis vor allem das Hinspielergebnis korrigieren. "Wenn die Spieler sich an das 0:1 erinnern, sollten sie die Verpflichtung spüren, dieses Resultat im Rückspiel wieder gutzumachen", meinte Chef-Trainer Felix Magath am Donnerstag (4.2.).

Zuversichtlich stimmt den 56-Jährigen vor allem die Entwicklung, die seine Mannschaft im Saisonverlauf genommen hat. "Wir sind als Team zusammengewachsen und haben uns im Bezug auf unser Spiel weiterentwickelt", betonte er. Darüber hinaus seien die Rahmenbedingungen völlig andere als im Hinspiel. "Freiburg hat damals ein günstiges Wochenende erwischt, zumal es sich um das letzte der Transferperiode handelte und die eine oder andere ungünstige Meldung in den Medien kursierte", spielte Magath auf die Falschmeldung über einen Rafinha-Wechsel zum FC Bayern an.

"Unsere Auswärtsstärke, die wir bislang gezeigt haben, wollen wir auch in Freiburg unter Beweis stellen", hob der Trainer hervor. Ein Grund, den Tabellenfünfzehnten zu unterschätzen, ist dies freilich nicht, so Magath: "Schließlich spielen wir keinen Hurra-Fußball, sondern erarbeiten uns unsere Siege." Und nachdem die Breisgauer in den jüngsten sechs Spielen keinen Dreier eingefahren haben, werden auch sie bestrebt sein, daheim gegen Königsblau zu punkten.

Da die drei Punkte aus dem Hinspiel verloren gingen, "befinden wir uns in der Pflicht, uns diese nun zurückzuholen", meinte der Coach. Mit der aktuellen Tabellensituation ist er sehr zufrieden, betont aber, dass es sich nur um eine Momentaufnahme handelt. "Es besteht immer die Gefahr, dass die Spieler und das Umfeld des Vereins Dinge als zu sicher sehen. Aber ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schnell so ein Vorsprung schmelzen kann", erinnert sich Magath an die Saison 2007/2008. Damals stand Bayer Leverkusen am 20. Spieltag auf Rang vier, sein Team aus Wolfsburg nur auf dem siebten Platz. Am Saisonende war Wolfsburg Fünfter und damit im internationalen Wettbewerb, während Leverkusen als Siebter leer ausging.

"Wir haben keine Garantie für einen Platz unter den ersten Fünf", warnte Magath, "schließlich haben wir keine gestandene Mannschaft, sondern ein sehr junges Team, in dem die Stabilität noch nicht so vorhanden ist." Es werde auch im weiteren Saisonverlauf immer wieder Phasen geben, in denen seine Elf aufgrund von Fehlern Punkte liegenlassen werde.

Außerdem verwies Magath auf den Druck, der von Spieltag zu Spieltag zunehmen wird, sofern die Tabellenkonstellation sich nicht grundlegend verändert. "Es werden Spiele kommen, in denen es um die Wurst geht und die man als Endspiele bezeichnen kann", so der Chef-Trainer. Von einem Titelkampf wolle er gar nicht sprechen, erklärte Magath: "Wir werden so lange wie möglich versuchen, den Abstand auf die Teams hinter uns zu halten - und nach Möglichkeit zu vergrößern."

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