22.08.2009
Dem rasanten 3:0-Sieg gegen den VfL Bochum folgte bei 1899 Hoffenheim ein eher schwacher Auftritt. Weil das Team von Chef-Trainer Felix Magath aber auch keinen Gegentreffer zuließ, hatte es bei der Heimreise am späten Freitagabend (21.8.) immerhin einen Zähler im Gepäck.
Die Königsblauen traten mit einer nur leicht veränderten Aufstellung an. Vasileios Pliatsikas startete für Ivan Rakitic und verhinderte im defensiven Mittelfeld, dass Hoffenheims Carlos Eduardo seine Kreativkünste zu sehr entfaltet.
Wie schon in der letzten (und ersten) Auswärtspartie bei 1899, damals noch im Mannheimer Ausweichquartier, bekamen die 31.150 Zuschauer auch bei der Neuauflage in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena eher Kampf- denn Spielkunst geboten. Hatten die Schalker das Spiel im Dezember mit zwei Mann weniger zu Ende bringen müssen, so sahen diesmal je vier Akteure auf beiden Seiten Gelb. „Ich weiß gar nicht, wie viele Fouls es alleine in der zweiten Hälfte gab. Da konnte ja kein Spielfluss aufkommen“, meinte Kapitän Heiko Westermann und zeichnete das passende Bild einer weitgehend zerfahrenen Partie.
Obwohl die Knappen zu Beginn mehr Struktur ins Spiel brachten, rissen die Hausherren das Heft nach einer Viertelstunde an sich. Sie drängten die Schalker in ihre Hälfte zurück, ohne indes Zählbares zu produzieren. Dass letztlich doch ein Punkt dabei heraussprang, nannte Felix Magath glücklich. „Wir haben ein schlechtes Spiel gegen eine sehr gute Hoffenheimer Mannschaft abgeliefert. Dass es am Ende ein Unentschieden wurde, haben wir auch unserem Torhüter Manuel Neuer zu verdanken“, betonte der 56-Jährige. Der Gelobte sah das Positive: „Wir hatten keine klare Torchance. Wenn wir dann auswärts noch einen Punkt mitnehmen, können wir uns nicht beschweren“, erklärte Neuer.
Nach der Halbzeitpause hatte Magath durch die Einwechslung von Levan Kenia die Offensive beleben wollen, um die Siegesserie möglichst auf drei Spiele zu strecken. 1899 wollte allerdings nicht weichen: „Sie haben gespielt, als wären sie gerade aufgestiegen“, sagte Magath, „von diesem Druck konnten wir uns nicht befreien.“
Warme Worte, die die Miene von Hoffenheims Coach kaum aufhellten. „Wir haben Schalke immer wieder zu Fehlern gezwungen und eine Vielzahl guter, teils sehr guter Chancen erspielt“, betonte Ralf Rangnick zwar, „doch zum ersehnten Tor haben immer ein paar Zentimeter oder die Konsequenz im Abschluss gefehlt.“ Sein Team steht nach drei Spieltagen weiter ohne Sieg da. Eine Tendenz mochte Rangnick aber schließlich noch unterstreichen: „Wenn wir diese Laufbereitschaft und Aggressivität beibehalten, dann werden wir auf den ersten Dreier nicht lange warten müssen.“
Hoffenheim: Hildebrand - Beck, Simunic, Compper, Eichner - Vorsah (46. Ba), Ibertsberger (76. Weis) - Carlos Eduardo, Salihovic - Obasi, Ibisevic (83. Maicosuel)
Schalke: Neuer - Rafinha, Bordon, Zambrano, Höwedes - Mineiro - Moritz, Pliatsikas (46. Kenia), Westermann - Farfan, Kuranyi
Tore: -
Gelbe Karten: Vorsah (2), Salihovic, Eichner, Obasi - Pliatsikas, Zambrano, Höwedes, Bordon
Zuschauer: 30.150 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Weiner (Giesen)

Jurados Jugendtraum erfüllt sich auf Schalke
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