13.07.2010
Mit Atsuto Uchida streift erstmals ein Japaner das königsblaue Trikot über. Felix Magath ist voll des Lobes über seinen Neuzugang, der von den Kashima Antlers aus der japanischen J.League kam und am Dienstag (13.7.) erstmals mit den Knappen trainierte.
„Ich habe den japanischen Fußball in den vergangenen Jahren verfolgt und selbst gute Erfahrungen gemacht“, meinte Magath, der in seiner Zeit als Chef-Coach des VfL Wolfsburg Makoto Hasebe verpflichtet hatte. „Sie sind technisch sehr gut ausgebildet, taktisch diszipliniert und sehr laufstark. Damit bringen sie wesentliche Voraussetzungen mit, die bei uns zum Profi-Fußball gehören.“ Hasebe habe sich in Wolfsburg und als Kapitän der Nationalmannschaft sehr gut entwickelt“, sagte Magath: „Ich gehe davon aus, dass es mit Uchida hier bei uns ähnlich verlaufen wird.“
Neben Co-Trainer Seppo Eichkorn, der den 22-Jährigen beobachtet hatte, verließ sich der Chef-Coach auch auf seinen ehemaligen Mitspieler Guido Buchwald, der den japanischen Spielermarkt bestens kennt. Uchida, der Kevin Kuranyis ehemalige Trikotnummer 22 mit dem Schriftzug Atsuto tragen wird, dürfte keine Anpassungsprobleme bekommen, glaubt Magath: „Er hat in jungen Jahren schon sehr viele Erstligaspiele bestritten. Rückstände im körperlichen Bereich wird er schnell aufholen. Ich glaube, dass japanische Spieler gut in die Bundesliga passen.“
Dass Atsuto Uchida gut ins Schalker System passt, davon ist Magath überzeugt: „Ich habe ihn als rechten Verteidiger geholt. Von dieser Position aus kann er unser Spiel nach vorne mit entwickeln.“ Dass Uchida von sich aus früher aus dem Urlaub gekommen und ins Training eingestiegen ist, wertet der 56-Jährige als positives Zeichen: „Das gibt mir ein gutes Gefühl, dass wir einen Spieler verpflichtet haben, der sehr gut hierher passt.“
Und die Verständigung? „Mein Japanisch hält sich in Grenzen“, sagte Magath mit Augenzwinkern, „deshalb haben wir einen erprobten Dolmetscher, der auch Hasebe in den ersten Wochen in Deutschland geholfen hat. Erfahrungsgemäß lernen die Spieler aber auch schnell, sich deutsch oder englisch zu verständigen.“