Magath warnt vor starkem VfL Osnabrück

09.02.2010

Im Viertelfinale des DFB-Pokals treten die Knappen am Mittwoch (10.2., 20.30 Uhr, live im ZDF) beim Drittligisten VfL Osnabrück an. Felix Magath freut sich auf das Duell in der osnatel ARENA und betont, dass Königsblau trotz des Zwei-Klassen-Unterschieds eine schwere Aufgabe bevorsteht.


„Jeder geht davon aus, dass wir das Halbfinale erreichen“, sagt der Chef-Trainer. „Aber im Pokal ist alles möglich. In diesem Wettbewerb gewinnt nicht immer automatisch die klassenhöhere Mannschaft.“ Die besten Beispiele dafür liefert der VfL Osnabrück selbst: Zweitligist Hansa Rostock (1:2) scheiterte in dieser Pokalsaison ebenso an der Bremer Brücke wie die beiden ambitionierten Bundesligisten Hamburger SV (5:7 nach Elfmeterschießen) und Borussia Dortmund (2:3). „Deshalb“, so Magath, „sind wir vor der Leistungsstärke des VfL gewarnt. Unterschätzen werden wir Osnabrück keinesfalls.“

Felix Magath möchte mit seiner Elf bis ins Endspiel des DFB-Pokals vordringen. |Copyright: firo sportphotoZumal Partien in den Abendstunden in der osnatel ARENA für Gastmannschaften traditionell finster enden – seit mehr als drei Jahren haben die Lila-Weißen unter Flutlicht nicht mehr verloren. Zuletzt landete Hertha BSC Berlin im Dezember 2006 einen Auswärtssieg in einem Abendspiel, auch damals war es eine Pokalbegegnung. Das Stadion ist seit drei Monaten ausverkauft. 16.130 Zuschauer werden dabei sein, mehr als dreimal so viele Tickets hätten die Niedersachsen absetzen können.

„Im Stadion herrscht Theater, da ist Leben drin“, weiß Magath. Eine Atmosphäre nach seinem Geschmack: „Die Stimmung treibt die Gastgebermannschaft natürlich an. Deshalb müssen wir vom Anpfiff an hellwach sein und unsere Chancen nutzen.“ Trotz der Heimstärke und der aktuellen Form des Gastgebers – sieben Spiele ohne Niederlage – betont der Coach aber: „Ich erwarte, dass wir uns in Osnabrück durchsetzen und einen weiteren Schritt Richtung Berlin machen.“ Dort findet am 15. Mai bekanntlich das DFB-Pokalfinale statt.

Die Knappen wollen verhindern, dass die Spieler des VfL wie zuletzt nach ihrem 3:2-Pokalsieg gegen Borussia Dortmund erneut jubeln. |Copyright: firo sportphotoUm diesem Ziel näher zu kommen, hat sich der 56-Jährige gut auf den Spitzenreiter der Dritten Liga vorbereitet. „Intensiver als vor manchem Bundesligaspiel“, wie er verrät. „Ich denke, dass wir uns anhand unserer Erkenntnisse aus Spielbeobachtungen sowie dem uns zur Verfügung stehenden Videomaterial gut auf die Stärken und Schwächen der Osnabrücker einstellen können.“

Ausschlaggebend für die aktuelle Erfolgsserie des VfL ist ähnlich wie bei den Königsblauen die Abwehr. In den jüngsten drei Punktspielen kassierte der Zweitliga-Absteiger von 2009 keinen Treffer, mit nur 21 Gegentoren stellt er die beste Defensive der dritthöchsten deutschen Spielklasse. Magath: „Wir dürfen es uns keinesfalls erlauben, reihenweise Chancen zu vergeben.“

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