25.01.2012
Für den Rückrundenstart hatte sich der 1. FC Köln mehr vorgenommen, doch am Ende hieß es 0:1 gegen den VfL Wolfsburg – eine Mannschaft, die gleich fünf ihrer acht Neuzugänge ins Rennen geschickt hatte. Beim FC wieder mit dabei: Lukas Podolski. Dieser musste jedoch bereits einen Tag später wieder mit dem Training aussetzen.
Aufgrund einer Sprunggelenksblessur hatte der Angreifer die Rückrundenvorbereitung nur sehr eingeschränkt absolvieren können. Nun musste der 26-Jährige mit einer Erkältung pausieren, soll aber im Laufe der Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Als Goalgetter ist Podolski in dieser Spielzeit für den FC wichtiger denn je. 14 Treffer gelangen ihm in der laufenden Saison, zehn davon im Doppelpack.
Daher zählt sein Team auf den Leistungsträger, will es doch möglichst schnell den Klassenerhalt sichern. „40 Punkte zu sammeln ist immer das erste Ziel vom 1. FC Köln“, betont Kapitän Sascha Riether, „jetzt haben wir 21 und es sollen noch viele dazukommen.“ Optimistisch gibt er sich vor allem angesichts der personellen Situation: „Es ist so, dass wir eine Runde mit vielen Verletzungen hatten. Wir konnten kaum mal mit derselben Startelf spielen. Deshalb denke ich, kann man zufrieden sein.“
Stale Solbakken, der seit einem halben Jahr für die Kölner verantwortlich ist, erhofft sich zur Rückserie eine Steigerung seiner Elf. Dabei geht es ihm vornehmlich darum, stabiler aufzutreten, und dass „wir vielleicht zehn bis 15 Tore weniger kassieren werden“. In der Hinrunde haben ihm vor allem die spieltaktischen Automatismen gefehlt, die für ihn selbstverständlich gewesen seien. „Aber das waren sie für die Spieler nicht. Das habe ich unterschätzt“, erklärt der Coach. „Viele haben gedacht, was muss ich jetzt machen und haben ihren Instinkt verloren.“ Den gilt es, in der zweiten Saisonhälfte wiederzuentdecken.
Zudem gibt es außersportliche Fragen zu klären: Wer folgt Wolfgang Overrath als Präsident? Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Friedrich Neukirch und Jürgen Glowacz hatte er im November das Amt niedergelegt. Bis Ende Februar soll diese Frage geklärt sein. Etwas länger könnten sich die Vertragsverhandlungen mit Podolski hinziehen. Sicherlich wird es kein leichtes Unterfangen, denn man müsse dem Nationalstürmer „etwas bieten“, um ihn zum Bleiben zu bewegen, hatte Solbakken kürzlich gesagt. Nur dann sieht der Norweger „eine gute Chance", dass Podolski bleibt. Und auch für dieses Ziel wird es wichtig sein, Grundlagen in der Meisterschaft zu legen und Perspektiven zu schaffen.