01.02.2012
Höhen und Tiefen prägten die Hinrunde des 1. FSV Mainz 05. Zwei Zähler trennten das Team von Thomas Tuchel letztlich von dem Relegationsplatz. Doch einer knappen 2:3-Niederlage gegen Bayer Leverkusen folgte ein 3:1-Sieg gegen den SC Freiburg, der ein erster Schritt in die richtige Richtung gewesen sein soll.
Für die 05er war dieser Rückrundenstart immens wichtig, ging man in Rheinhessen doch eher mit gemischten Gefühlen in die Winterpause. Im Viertelfinale des DFB-Pokals unterlag Mainz im letzten Pflichtspiel des Kalenderjahres dem Regionalligisten Holstein Kiel mit 0:2, während das Team in der Liga auf Tabellenplatz 14 überwinterte.
Schon zuvor hatte sich die Mannschaft zusammengesetzt, um die Lage zu analysieren, wie Kapitän Nikolce Noveski berichtet. Man habe sich verständigt, dass „Teamgeist, Zusammenhalt und das gegenseitige Unterstützen“ besser werden müssten. „Einige meinten, wir wären zu brav. Und dass wir Schiedsrichterentscheidungen klaglos hinnehmen. Diese Sitzung hat in jedem Fall etwas gebracht, anschließend hatten wir einen ganz anderen Geist in der Mannschaft.“ Aber auch der Trainer habe bereits Wochen zuvor eine Art Neustart ausgerufen.
Dabei war bereits vor Saisonbeginn klar, dass in dieser Spielzeit vor allem Geduld gefordert sein würde. Elf Neuzugänge waren zum Team gestoßen. „Es ist verständlich, dass die Neuen Zeit brauchen, um sich an unser Spielsystem zu gewöhnen. Diese Halbserie war ein ständiges Auf und Ab. Wir waren zu unkonstant“, konstatiert Noveski. Ausreichend Leistungsvermögen sei im Team definitiv vorhanden, aber „wir dürfen uns trotz der Qualität nicht zu sicher sein. Wir müssen aufpassen und vorbereitet sein.“
Chef-Trainer Thomas Tuchel gab sich vor dem Rückrundenstart optimistisch: „Ich glaube, dass wir den Anschluss ans Mittelfeld kurzfristig schaffen.“ Daher war es für ihn auch kein Thema, auf Neuzugänge in der Winterpause zu pochen. Im Gegenteil: „Ich glaube nicht daran, mir irgendwelche Alibis verschaffen zu müssen.“ Vertrauen hat er nicht nur in seine Spieler, sondern auch in die eigene Führungsphilosophie. Es gehöre „zum Verständnis meines Berufes auch dazu, Potenziale zu entwickeln und Vertrauen zu heben. Wir sollten die Mannschaft eher beruhigen als ihr drohen.“