20.12.2011
Zwei Siege, vier Unentschieden und elf Niederlagen – so desaströs las sich Mönchengladbachs Zwischenbilanz nach 17 Spieltagen in der vergangenen Saison. Ein Jahr später hat sich die Mannschaft zu einem Anwärter für die internationalen Startplätze in Deutschlands höchster Spielklasse entwickelt.
Eine verdammt schwierige Aufgabe steht den Knappen zum Jahresausklang also bevor, wenn es am Mittwoch (21.12., 20.30 Uhr) im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen die Fohlen geht. Eine solche Leistungsexplosion hätte der Elf vom Niederrhein wohl niemand vor der Saison zugetraut. Nur denkbar knapp sicherten die Borussen im Relegationsspiel gegen den VfL Bochum den Verbleib in Liga eins.
Was danach folgte, kam vielen vor wie ein Märchen. Sieg bei den Bayern, Werder deklassiert, dem Meister ein Unentschieden abgetrotzt - Lucien Favre hat es geschafft, mit punktuellen Veränderungen seines letztjährigen Kaders das Team unter den Top fünf der Liga zu etablieren.
„Dass wir nach der Hinrunde 33 Punkte haben, das hätte ich vorher auch nicht geglaubt“, staunte Gladbachs Youngster Patrick Herrmann nach dem 1:0-Sieg am vergangenen Wochenende gegen den 1. FSV Mainz 05 selbst nicht schlecht. Der 20-Jährige hatte in der Hinrunde großen Anteil am Erfolg seines Teams. 14 Einsätze, drei Liga-Treffer sowie vier Assists stehen für den offensiven Mittelfeldspieler bisher zu Buche.
Herausragender Akteur des guten Kollektivs ist jedoch Marco Reus. Der 22-Jährige traf in 15 Bundesliga-Partien satte zehn Mal. Kaum fehlte Gladbachs Regisseur vor zwei Wochen beim Auswärtsspiel in Augsburg, setzte es eine 0:1-Niederlage. Ein Zehenbruch hatte den Rechtsfuß zuletzt außer Gefecht gesetzt, am Sonntag (18.12.) musste er nach einer unglücklichen Bewegung kurz vor Schluss ausgewechselt werden. „Ich bin im Rasen hängen geblieben und das Knie hat ein bisschen geschlackert“, erklärte Reus nach Schlusspfiff. Sein Einsatz gegen Schalke sollte dennoch nicht gefährdet sein.
Ein Fragezeichen bleibt hingegen hinter der Personalie Marc-Andre ter Stegen. Der Keeper hatte im Mainz-Spiel einen Schlag auf seine ohnehin schon lädierte Rippe abbekommen und blieb am Montag (19.12.) in der Kabine. Ob mit oder ohne den Gladbacher Schlussmann: Schalke weiß, wie die Fohlen zu knacken sind. Der 1:0-Bundesligaerfolg Ende August dieses Jahres hat es gezeigt.