18.01.2012
Mal Regen, mal Sturm, dann wieder Sonne und Bodenfrost. Ebenso unbeständig wie das Wetter derzeit präsentierte sich der VfB Stuttgart in der Vorrunde der aktuellen Spielzeit. Sechs Siege, vier Unentschieden und sieben Niederlagen bedeuten Platz acht nach 17 Spieltagen.
Mittelfeldspieler Christian Gentner meint: „Uns fehlt die Konstanz. Sonst würden wir noch besser dastehen.“ Ungefährdeten Heimsiegen wie gegen Hoffenheim (2:0), Hannover (3:0) oder Schalke (3:0) folgten Niederlagen in Berlin (0:1), Wolfsburg (0:1) oder Mainz (1:3). „Es gab zu viele Spiele, in denen wir mitgehalten haben, am Ende aber zu wenige Punkte dabei heraussprangen“, erklärt Gentner.
Ungern erinnern sich die Knappen an das Auftaktmatch in der Mercedes-Benz-Arena zurück. Es war die höchste Saisonniederlage für Königsblau. Auch deshalb hat die Stevens-Elf am Samstag (21.1., 15.30 Uhr) noch eine Rechnung zu begleichen. „Ich bin guter Dinge“, hofft Kapitän Benedikt Höwedes auf einen positiven Start ins Pflichtspieljahr 2012.
Personell haben die Schwaben in der Winterpause noch einmal nachgelegt. Mit Gotoku Sakai verpflichtete der VfB einen jungen japanischen Perspektivspieler, der für anderthalb Jahre Bundesligaluft schnuppern und in Stuttgart eine weitere Option in der Defensive darstellen soll. Zudem wurde der Vertrag mit Angreifer Martin Harnik langfristig bis zum Jahr 2016 verlängert. Abgegeben wurde hingegen Nachwuchstalent Ermin Bicakcic, der fortan das Trikot von Eintracht Braunschweig tragen wird. Auf Wunsch des französischen Defensivspielers Matthieu Delpierre wechselte in der Winterpause auch das Kapitänsamt beim VfB. Bruno Labbadia bestimmte daraufhin Serdar Tasci als neuen Mannschaftsführer.
Spielformen und taktische Varianten wurden beim VfB während des neuntägigen Trainingslagers in Belek auch unter Wettkampfbedingungen getestet. Gegen den belgischen Erstligisten Beerschot AC gewann die Mannschaft von Bruno Labbadia mit 2:0, gegen den usbekischen Vertreter von Pakhtakor Tashkent gab es ein souveränes 4:0.
Das Auftaktprogramm des VfB wird zeigen, wohin die Reise in dieser Saison geht. Denn nach dem Gastspiel auf Schalke warten Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen auf die Schwaben. Selbstbewusst formuliert VfB-Sportdirektor Fredi Bobic: „In der Vorrunde haben wir gezeigt, dass wir gegen solche Teams bestehen und gute Resultate holen können.“