04.01.2010
Der erste Tag ist anstrengend. Erst um 1.30 Uhr in der Nacht traf Alexander Baumjohann im Mannschaftshotel ein und bis Montagmittag (4.1.) hatte der Mittelfeldspieler bereits zwei Trainingseinheiten absolviert. Dennoch gerät er fast ins Schwärmen, als die Sprache auf seine Motivation zur Rückkehr zu seinem Ex-Club kommt.
Über alternative Anfragen will er nicht sprechen, „das wäre nicht fair gegenüber den Vereinen“, betont der gebürtige Waltroper. Sie kamen wohl auch aus der Bundesliga und von Clubs, mit denen die Knappen derzeit im direkten Konkurrenzkampf um einen Europapokalplatz stehen. Letztlich waren diese Vereine aber chancenlos. „Für mich war immer klar: Wenn es ein Angebot von Schalke gibt, werde ich nur zu Schalke gehen.“
Und das, obwohl sich für den Techniker in seinen sieben Jahren von der B-Jugend bis in den Profikader nicht alle Wünsche erfüllt hatten. Nur zwei Kurzeinsätze durfte er im Oberhaus absolvieren, galt schon als gescheitert, als er im Januar 2007 zu Borussia Mönchengladbach wechselte. Fast genau drei Jahre später kehrt Baumjohann nun zurück und betont: „Schalke konnte ich nie vergessen. Das war immer etwas Besonderes für mich.“
Seinen Verein hat er nie aus den Augen verloren. „Schalke ist in den vergangenen Jahren ein wenig von der Spitze abgedriftet. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass wir wieder dort oben hinkommen.“ Sagt einer, der einst das Küken der Mannschaft war und heute sagen kann, „dass ja inzwischen viele jünger als ich sind. Ich habe in den vergangenen drei Jahren dazugelernt und bin vielleicht auch etwas reifer geworden.“
Ein Faktor beim Wechsel war sicherlich auch Felix Magath: „Er hat mir gesagt, wie er sich das mit mir vorstellt und wie er mich sportlich sieht. Das hat mich ebenfalls beeindruckt.“