17.01.2012
Waldemar Gerhardt traf doppelt, Werner Grau brachte den Sieg unter Dach und Fach. Mit 3:1 setzte sich der FC Schalke 04 am 20. Februar 1965 gegen einen an diesem Tage harmlosen Gast aus dem Schwabenland Jahren durch.
Vor allem die beiden S04-Akteure Manfred Kreuz und Willi Schulz standen immer wieder im Brennpunkt. Kreuz sorgte für offensive Glanzpunkte, Schulz verrichtete seinen Dienst in der Defensive ohne Fehl und Tadel. Die Stuttgarter stellten die Knappen allerdings auch vor nicht allzu große Aufgaben. „Wer sollte da eigentlich ein Tor schießen?“, fragte der kicker in seiner Nachbetrachtung des Spiels etwas zynisch. „Verloren hat das Spiel unser Sturm“, machte auch VfB-Coach Kurt Baluses nach Spielschluss schnell fest, woran es gelegen hatte. Zu wenig Durchschlagskraft, kaum Impulse, schon gar kein Spielfluss.
23 Minuten dauerte es, bis die Blau-Weißen in Führung gingen. Eine Kreuz-Flanke konnte Stuttgarts Schlussmann Günter Sawitzki nicht erreichen, Gerhardt stand goldrichtig und netzte ein – 1:0. Beim zweiten Treffer durch Gerhardt leistete der Gast Schützenhilfe. „Ich war nicht ganz schuldlos“, gestand „Sawi“, wie die Teamkameraden den VfB-Keeper riefen. Zunächst hob Gerhardt die Kugel über Gerd Menne, ehe er auch Sawitzki im hohen Bogen überlistete. Nur zwei Minuten später erhöhte Schalkes Grau auf 3:0. Einzig der Anschlusstreffer des VfB durch Theodor Hoffmann per Foulelfmeter nach 75 Minuten ließ kurzweilig Freude im Lager der Gäste aufkommen.
„Die Stuttgarter waren einfach zu schwach“, hielt S04-Trainer Fritz Langner anschließend fest. Und das, auch im Hinblick auf das nur sieben Tage später stattfindende Duell der beiden Mannschaften im Pokal. Er sollte Recht behalten, denn auch diese Partie ging mit 4:2 zugunsten der Königsblauen aus.
Schalke: Toth - Karnhof, Rausch, Nowak, Schulz, Becher - Grau, Kreuz, Gerhardt - Herrmann, Bechmann
Stuttgart: Sawitzki - Seibold, Menne, Hoffmann, Sieloff, Entenmann - Geiger, Pfisterer - Kraus, Weiß, Höller
Tore: 1:0, 2:0 Gerhardt (23., 66.), 3:0 Grau (68.), 3:1 Hoffmann (75. Elfmeter)
Schiedsrichter: Sturm (Hannover)
Zuschauer: 18.000