Supporters Club und Peter Peters eröffnen Schalker Meile

18.11.2011

Peter Peters und Frank Orlowski vom Supporters Club eröffnen die Schalker Meile.|Copyright: Wolfgang HelmEine Seemeile hat 1.852 Meter, die westfälische Meile 10.044 Meter, und nun ist es amtlich: Die Schalker Meile misst rund 800 Meter. Am Freitag (18.11.) eröffneten der Supporters Club und S04-Vorstandsmitglied Peter Peters an der Kurt-Schumacher-Straße offiziell die Schalker Meile.

Begleitet von Applaus und einem langgezogenen „Aahh“ enthüllten Frank Orlowski vom Supporters Club und Peter Peters am Ortseingang des Gelsenkirchener Stadtteils Schalke-Nord eines der zwei Mal einen Meter großen Schilder, das das Epizentrum königsblauer Fankultur ausweist als „Schalker Meile - Meile der Traditionen“. Auf der Kurt-Schumacher-Straße ist es zwischen Berliner Brücke und dem alten Bahnhof Schalke-Nord in den vergangenen Jahren zu einer Konzentration der großen Fanorganisationen des FC Schalke 04 gekommen, dort schlägt das Schalker Herz.

Groß war die Freude bei allen Beteiligten nach der Eröffnung.|Copyright: Wolfgang HelmZuhause und Zukunft des Vereins lägen rund um die VELTINS-Arena im Schalker Feld, „aber unsere Heimat ist hier im Ortsteil Schalke. Deshalb ist es wichtig, dass wir unsere Zukunft auf der Vergangenheit aufbauen. Das ist das stabile Fundament, das lange hält“, betonte Peters, der insbesondere das Engagement der Fans lobte: „Wir sind ein Verein, der nicht etwas von oben anstoßen muss, sondern einer, bei dem die Energie aus sich selbst heraus, von unten nach oben, fließt. Das ist die Stärke, die Schalke 04 auszeichnet.“

Der Supporters Club, der die Beschilderung in enger und unkomplizierter Zusammenarbeit mit der Stadt Gelsenkirchen federführend betrieben hat, will vor allem die Traditionen des Vereins, der Stadt und der Fans beleben. „Die Heerscharen, die in die Arena pilgern, singen den Mythos vom Schalker Markt, viele wissen aber wenig darüber“, sagt zum Beispiel Olivier Kruschinski. „Wir wollen das Alte bewahren und mit neuem Glanz aufpolieren.“

Olivier Kruschinski (hier mit Peter Peters): Wir wollen das Alte bewahren und mit neuem Glanz aufpolieren.|Copyright: Wolfgang HelmInsofern wollen die engagierten Fans die Beschilderung als ersten Impuls verstanden wissen, das mitunter triste Straßenbild im königsblauen Kernland aufzufrischen und den von manchen Leerständen geprägten Straßenzug mit mehr Leben zu füllen. Ideen für weitere Projekte liegen bereits in ihrer Schublade: die Umbenennung einer Straßenbahnhaltestelle in „Schalker Meile“, die Beschilderung der Autobahnbrücke der A42, ein königsblauer Anstrich von Strommasten und eine königsblaue Beleuchtung der Meile („blaues Band“).

Teil zwei der offiziellen Eröffnung findet mit einer zünftigen Fanfete am Samstag (19.11.)  rund ums Bundesligaspiel gegen den 1. FC Nürnberg statt. Dazu präsentieren die Supporters einen besonderen Gast. Im Vereinslokal „Anno 1904“ wird von 11 bis 14 Uhr die „Viktoria“ zu bestaunen sein, die Meistertrophäe, die den deutschen Fußballmeistern in der Zeit von 1903 bis 1944 überreicht wurde. Zwischen 1934 und 1942 war die „Viktoria“ ohnehin Stammgast am Schalker Markt, sechsmal gewannen die Knappen in dieser Zeit die Meisterschaft. Als weiteres Special gibt es eine limitierte Anzahl an Knappenkarten im Design der Schalker Meile zu kaufen, die Erlöse kommen dem Projekt zugute. 

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