03.12.2010
Japan und Deutschland – ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wie es sich lebt zwischen Klischees und Extremen wie Sushi und Currywurst, was Getränkeautomaten und Tempolimits für Japaner bedeuten und wie er sich eingelebt hat, davon berichtet Verteidiger Atsuto Uchida (22) im „auf Schalke“-Interview.
Atsuto Uchida, Ihr Vater ist Basketballtrainer. Hatten Sie früher in dieser Sportart selbst Ambitionen?
Eigentlich nicht, denn es war so, dass die japanische Liga, die J. League gerade ins Leben gerufen wurde, als ich noch im Kindergarten war. Es gab damals einen riesigen Fußballhype, weshalb ich mich eigentlich immer nur für Fußball interessiert habe.
In Japan gehört Kampfsport in vielen Schulen zum Stundenplan. War es auch bei Ihnen so?
Auch in meiner Schule wurden wir in Kendo und Judo unterrichtet. Ich war allerdings mehr an Kendo interessiert, vielleicht liegt mir das im Blut – das Blut der Samurai (lacht). Ich fand es cool, mit dem Schwert umzugehen, wobei es natürlich keine echten Schwerter waren, sondern Bambusstöcke.
Hatten Sie kein Interesse, Judo bzw. Kendo weiter zu verfolgen?
Dafür war keine Zeit. Ich war in meiner Schule der Fußball-AG beigetreten und wir hatten jeden Tag Training. Wenn man an einer solchen AG teilnimmt, hat man auch einen sehr intensiven Trainingsplan.
Wie werden japanische Fußballtalente gefördert?
Einerseits wie in Europa auch, über die Jugendabteilungen der Fußball-Clubs. Zum anderen – und das ist für Japan typisch – verpflichten Clubs die Spieler über Universitätsmannschaften.
Das ausführliche Interview mit Atsuto Uchida ist am Samstag (4.12.) im Spieltagsmagazin „auf Schalke“ zu finden, das rund um die VELTINS-Arena zum Preis von nur einem Euro erworben werden kann. Weitere Inhalte des Magazins sind u.a. eine ausführliche Vorstellung des FC Bayern München, eine Rückschau auf einen Schulbesuch von Tim Hoogland sowie Erinnerungen an den ersten Bundesliga-Sieg gegen den FCB.
Wer nicht im Stadion ist, kann „auf Schalke“ auch bequem abonnieren.
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