01.02.2012
Zehn Tage nach seinem dreifachen Jochbeinbruch ist Benedikt Höwedes am Dienstag (31.1.) wieder ins Mannschaftstraining der Knappen zurückgekehrt. Auf schalke04.de spricht der Kapitän der Blau-Weißen über seinen aktuellen Gesundheitszustand, ein mögliches Comeback gegen Mainz 05 und seine neue Gesichtsmaske.
Benedikt Höwedes über …
…seinen Gesundheitszustand:
Es geht mir schon deutlich besser und die Schwellung im Gesicht lässt langsam nach. Die ersten vier bis fünf Tage sah es richtig schlimm aus, es war grün und blau angelaufen und geschwollen. Ein gewisses Taubheitsgefühl von der Narkose ist immer noch vorhanden, aber das vergeht mit der Zeit.
…die Operation:
Es war geplant, drei Platten zur Stabilisation einzusetzen. Letztlich ist die Operation aber so gut verlaufen, dass der Professor keinen zusätzlichen Nutzen darin gesehen hat, die Platten einzusetzen. Deshalb haben wir sie rausgelassen, worüber ich auch ehrlich gesagt sehr froh bin.
…seinen neuen Gesichtsschutz:
Man ist mit der Maske natürlich in gewisser Weise eingeschränkt. Das Sichtfeld ist nicht so klar, man fühlt sich nicht so frei. Trotzdem habe ich ein gutes Gefühl, die Maske sitzt super. Sie ist aus Carbon und daher sehr stabil. Sie sieht beim ersten Blick relativ groß aus, aber das muss sie auch. Das Gesicht soll großflächig geschützt werden. Uwe Schwanz, der sie hergestellt hat, hat hervorragende Arbeit geleistet. Ich versuche mich jetzt im Training so gut wie möglich daran zu gewöhnen, und dann schauen wir mal.
…seine Einsatzchancen im Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05:
Mein Ehrgeiz ist natürlich so groß, dass ich am Samstag wieder spielen möchte. Ich bin mir aber auch bewusst, dass ich in den vergangenen acht bis neun Tagen gar nicht trainieren konnte und vier Tage nur im Bett gelegen habe. Deshalb weiß ich noch nicht, ob die Kraft schon reicht. Ich muss schauen, ob ich das angehen möchte und wenn ich mich mit der Maske gut fühle, sehen wir weiter.
…die Leistung des Teams in Köln ohne seinen Kapitän:
Ich muss zugeben, dass ich in der ersten Halbzeit vor dem Fernseher noch etwas nervös war. Das hat sich dann während der zweiten Hälfte gelegt, weil die Jungs das wirklich gut gemacht haben. Man hat gesehen, dass wir eine Einheit sind, und auch die Ausfälle von Stammkräften hervorragend kompensieren können. Wir haben eine charakterstarke Truppe, in der einer für den anderen einspringt. Das zeichnet eine gute Mannschaft aus. Darauf können wir stolz sein.
…die Tabellenkonstellation in der Bundesliga:
Ich sehe das ganz gelassen. Es ist schön, wenn man momentan mit den anderen da oben mitmischen kann. Wir wissen aber auch, dass wir mehrere gute Mannschaften im oberen Drittel der Tabelle haben, die einem alles abverlangen. Wir müssen jedes Wochenende für drei Punkte kämpfen und wollen so lange wie möglich dort oben stehen.