Gazprom

17.02.2013

Horst Heldt: Ein Schritt nach vorn

In Mainz erlebte Horst Heldt am Samstag (16.2.) nach eigener Aussage ein „Wechselbad der Gefühle“. Auf schalke04.de äußert sich der Manager zum Spiel bei den Rheinhessen, der kommenden Aufgabe in Istanbul und den Einsatzchancen von Klaas-Jan Huntelaar in der türkischen Metropole.

Horst Heldt über …

… die Begegnung in Mainz:

Es war wieder alles dabei, was man in einem Spiel erleben kann. Dass die Mainzer in dieser Saison ein starker Gegner sind, wussten wir schon vor dem Spiel. Sie haben uns das nach dem Anpfiff dann auch spüren lassen. Wir sind zweimal in Rückstand geraten, haben es dann aber beide Male geschafft, zurückzukommen. Natürlich hatten wir Glück, dass wir nach dem Gegentreffer zum 2:1 nicht noch ein drittes Tor bekommen haben. Andersherum hatten wir beim Stand von 1:1 kurz nach der Pause aber auch die Möglichkeit, in Führung zu gehen. Auch nach dem 2:2 hatten wir noch unsere Chancen. Insgesamt war das Spiel ein Wechselbad der Gefühle.

… den Auftritt der Königsblauen:

Die Mannschaft hat sich ins Spiel zurück gekämpft und sich nicht aufgegeben. Für uns war der Auftritt in Mainz in der jetzigen Situation ein Schritt nach vorn. Trotzdem müssen wir natürlich die gemachten Fehler aufarbeiten. Wir haben insgesamt zu viele Chancen zugelassen. Timo Hildebrand hat einige Bälle entschärft und gut gehalten. Auf den guten Dingen müssen wir aufbauen. Wir haben ein anderes Gesicht gezeigt als bei der Niederlage in München. Das war wichtig.

… das anstehende Champions-League-Spiel bei Galatasaray:

In Istanbul dürfen wir uns in der Defensive nicht so verhalten wie in Mainz. Damit meine ich nicht nur unsere Verteidiger, sondern das gesamte Team. Gleichzeitig ist es wichtig, den Spielern aber auch zu erklären, dass sie vieles gut gemacht haben. Wir sind in der Champions League eine von vier Mannschaften im Wettbewerb, die noch ungeschlagen ist. Es wäre schön, wenn es dabei bleibt. Einfach wird es nicht. Im Stadion wird es noch eine Spur lauter werden als in der Vorrunde in Piräus. Für die kommenden Aufgaben in der Bundesliga wäre es wichtig, mit einem guten Spiel bei Galatasaray Kraft und Moral zu tanken.

… eine mögliche Rückkehr von Klaas-Jan Huntelaar:

Wir müssen schauen, ob es für einen Einsatz bei Galatasaray reicht. Er hat schon wieder ein leichtes Lauftraining absolvieren können, hat aber am Tag vor dem Abflug noch einmal eine Untersuchung. Da heißt es für uns abwarten, was der Augenspezialist sagt. Falls Klaas-Jan nicht spielen darf, werden wir uns etwas überlegen müssen. Ich finde, dass Jefferson Farfan es in Mainz in vorderster Front nicht schlecht gemacht hat. In Eindhoven hat er früher auch ganz vorne gespielt. Die Rolle war also nicht ganz neu für Jeff.

… das Bundesligadebüt von Max Meyer:

Ich freue mich, dass er zum Einsatz gekommen ist und gleich einen Treffer vorbereitet hat. Es war sehr mutig von Jens Keller, beim Stand von 1:2 einen 17-Jährigen einzuwechseln. Ich bin froh, dass der Trainer für seinen Schritt belohnt wurde. Max hat es gut gemacht.

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