Gazprom

11.07.2013

1:3 in Salzburg – Königsblau unterliegt Roten Bullen

Der FC Schalke 04 hat am Donnerstag (11.7.) eine Niederlage bei RB Salzburg hinnehmen müssen. In einem Vorbereitungsspiel beim österreichischen Vizemeister, für den das Kräftemessen mit den Königsblauen bereits die Generalprobe vor dem Auftakt in die Pflichtspielsaison war, unterlag die Mannschaft von Chef-Trainer Jens Keller mit 1:3. Der zwischenzeitliche Ausgleich gelang Julian Draxler.

Die 17.300 Zuschauer in der Red Bull Arena sahen bereits in den Anfangsminuten gute Spielzüge auf beiden Seiten. Die ersten Strafraumszenen der Knappen gehörten Roman Neustädter (7.) und Christian Clemens (11.), deren Abschlüsse aber nicht von Erfolg gekrönt waren. Die Roten Bullen, bei denen Schalkes ehemaliger Trainer Ralf Rangnick als Sportdirektor die Geschicke leitet, verbuchten durch Kevin Kampl ihre erste nennenswerte Möglichkeit. Nach zwölf Minuten war Ralf Fährmann aber auf dem Posten.

Christian Fuchs hatte in Salzburg als Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft ein Heimspiel. Copyright: firo sportphoto

Wenig später musste sich der Keeper der Königsblauen indes geschlagen geben. Sadio Mané war an der Strafraumgrenze zum Abschluss gekommen, sein Flachschuss landete zur Salzburger Führung im linken Eck (16.). In den Folgeminuten sahen die Zuschauer weiterhin eine ausgeglichene Partie, in der Draxler nach 33 Minuten den verdienten Ausgleich markierte. Nachdem RB-Schlussmann Peter Gulacsi bei einer Hereingabe von Michel Bastos keine gute Figur machte und die Kugel nicht unter Kontrolle bringen konnte, war der deutsche Nationalspieler zur Stelle und staubte aus rund elf Metern ab.

Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel war der ungarische Torhüter im Kasten der Mozartstädter dann aber hellwach, als er einen Flatterball von Bastos klärte. Unmittelbar vor der Pause sorgte Kampl noch einmal für Gefahr: Ein artistischer Schuss des RB-Mittelfeldmanns flog hauchdünn über den Querbalken.

Julian Draxler erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich. Copyright: firo sportphoto

Die zweiten 45 Minuten benötigten keine lange Anlaufzeit. Kurz nach Wiederanpfiff zirkelte Jonatan Soriano einen Freistoß nur hauchdünn am Dreiangel vorbei, nahezu im direkten Gegenzug hatte Tim Hoogland das 2:1 auf dem Kopf. Bei dem Versuch des eingewechselten Rückkehrers, der von Tranquillo Barnetta in Szene gesetzt worden war, legte Gulacsi eine starke Parade hin und lenkte das Leder mit den Fingerspitzen an die Latte (48.).

Die Gastgeber hatten drei Zeigerumdrehungen später mehr Glück. Timo Hildebrand, ebenfalls zur Pause in die Partie gekommen, spielte einen Rückpass genau in die Füße von Soriano, der nicht lange fackelte und Salzburg erneut in Führung schoss. Der Treffer beflügelte die Österreicher, die sich in der Folgezeit ein optisches Übergewicht erspielten und in der 58. Minute gleich dreimal binnen kürzester Zeit zum Abschluss kamen. Königsblau konnte die Kugel aber mit vereinten Kräften blocken. Wenig später sorgte dann Georg Teigl für ein Raunen im Stadion. Dem eingewechselten Mittelfeldmann fehlten nach einem Pass von Marco Meilinger nur wenige Zentimeter zum 3:1.

Salzburg: Gulacsi - Schwegler (46. Klein), Ulmer, Ramalho, Hinteregger - Mané (46. Teigl), Kampl (46. Hierländer), Ilsanker (46. Leitgeb), Reyna (46. Meilinger) - Soriano (60. Berisha), Alan (46. Nielsen)
Schalke: Fährmann (46. Hildebrand) - Ayhan (46. Hoogland), Matip (46. Höwedes), Santana, Fuchs (46. Kolasinac) - Höger (82. Klingenburg), Neustädter (46. Goretzka) - Clemens (57. Farfan), Draxler (46. Meyer), Bastos (46. Barnetta) - Huntelaar (46. Szalai)
Tore: 1:0 Mané (16.), 1:1 Draxler (33.), 2:1 Soriano (51.), 3:1 Hinteregger (77.)
Zuschauer: 17.300
Schiedsrichter: Ouschan (Österreich)

Schalke kam hingegen kaum noch zu nennenswerten Strafraumszenen. Dass die Salzburger aufgrund des frühen Ligastarts deutlich weiter in der Vorbereitung sind, war in dieser Phase der Begegnung mehrmals zu erkennen. Bei einem Kopfball von Havard Nielsen in der 71. Minute hatte das Salzburger Publikum erneut einen Torschrei auf den Lippen. Doch Hildebrand war dieses Mal hellwach und machte die gute Chance mit einem starken Reflex zunichte. Fast im Gegenzug kam Jefferson Farfan im anderen Strafraum aus spitzem Winkel zum Abschluss. Sein Versuch verfehlte das Gehäuse jedoch. Auch Santana hatte das Glück nicht auf seiner Seite. Nach einem Eckball nickte der aufgerückte Brasilianer das Spielgerät neben das Tor.

Für die Entscheidung sorgte schließlich Martin Hinteregger. Der Defensivmann hatte in der 77. Minute erkannt, dass Hildebrand etwas zu weit vor seinem Kasten stand und nahm aus rund 60 Metern Maß. Der gekonnte Schuss des Österreichers landete im Tor – 3:1 für die Roten Bullen. 120 Sekunden später hatte Szalai den zweiten königsblauen Treffer des Tages auf dem Fuß. Der ungarische Angreifer scheiterte aber an seinem Landsmann Gulacsi, so dass es bis zum Schlusspfiff beim Zwei-Tore-Vorsprung der Heimelf blieb.