Gazprom

14.07.2013

6:1 – Königsblau überzeugt bei Alemannia Aachen

Der FC Schalke 04 hat sein Testspiel am Sonntag (14.7.) bei Alemannia Aachen deutlich mit 6:1 gewonnen. Auf dem Tivoli zeigten die Knappen vor 6679 Zuschauern attraktiven Offensivfußball und sorgten gegen den Regionalligisten kurz nach dem Seitenwechsel durch Klaas-Jan Huntelaar und Christian Clemens für ein Kuriosum: Innerhalb von 60 Sekunden fielen gleich zwei Treffer. Die weiteren Tore steuerten Teemu Pukki (2), Adam Szalai und Julian Draxler bei.

Königsblau erwischte einen Blitzstart und durfte bereits nach 83 Sekunden jubeln. Christian Fuchs hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt und auf Szalai geflankt. Der Neuzugang netzte aus fünf Metern ein. Zehn Minuten später traf der Ungar beinahe erneut, doch nachdem Szalai sich durch die Abwehr der Gastgeber getanzt hatte, war Aachens Schlussmann Frederic Löhe zur Stelle. Wenige Augenblicke später entschärfte Löhe nach einer Barnetta-Flanke von links sowohl den Hackenschuss von Szalai, als auch den Nachschuss von Pukki (20.).

Teemu Pukki traf doppelt. Copyright: firo sportphoto

Nur vier Minuten später trug sich der Finne dann aber doch in die Torschützenliste ein: Ein Lupfer von Jefferson Farfan fand Pukki, der den Ball technisch perfekt annahm und aus zwölf Metern zur 2:0-Führung in die Maschen haute. Wenig später erhöhte Pukki auf 3:0. Leon Goretzka hatte zuvor gleich zwei Aachener auf der rechten Seite stehen lassen und den Ball auf Szalai gelegt. Den Schuss des Ungarn wehrte Löhe noch ab, beim Abstauber des blonden Finnen hatte er allerdings keine Chance mehr (32.). 120 Sekunden später hatte Szalai bereits den nächsten Torjubel auf den Lippen. Aus halbrechter Position schoss er das Spielgerät auf das Aachener Tor. Doch statt im Kasten landete der Ball an der Unterkante der Latte von wo er zurück in den Strafraum sprang.

Kurz vor der Pause kam der Gastgeber schließlich noch zu seiner gefährlichsten Szene im ersten Durchgang. Abedin Krasniqi jagte Goretzka den Ball ab und schoss aufs Schalker Gehäuse. Aber der Versuch war kein Problem für Lars Unnerstall, der mit dem Fuß abwehrte (41.). Mit dem Pausenpfiff verpasste Benedikt Höwedes das 4:0, als er aus drei Metern freistehend über das Tor schoss.

In der zweiten Halbzeit versuchte es die Alemannia ebenfalls mit einem Blitzstart. Doch als Mazan Moslehe alleine vor dem Schalker Kasten auftauchte, war der inzwischen eingewechselte Ralf Fährmann mit einer Glanzparade zur Stelle (47.). Auf der anderen Seite zeigte der S04 wie es geht, und zwar mit einem Doppelschlag: Erst erhöhte der eingewechselte Huntelaar mit einer tollen Einzelleistung auf 4:0 (51.), direkt nach Wiederanstoß traf der auch neu ins Spiel gekommene  Clemens auf 5:0 – ebenfalls in der 51. Spielminute.

Aachen: Löhe (46. Unger) - Schumacher (61. Ajani), Göhsl (46. Thackray), Opper (77. Szewczyk), Lejan (61. Strujic) - Abel (46. Sangare), Neppe (61. Lünenbach), Marquet (46. Drevina), Dowidat (61. Ahrens) - Krasniqi (46. Garcia), Yoshihara (46. Moslehe)
Schalke: Unnerstall (46. Fährmann) - Höger (61. Hoogland), Matip, Höwedes (46. Santana), Fuchs (55. Kolasinac) - Goretzka (61. Klingenburg), Neustädter (61. Jones) - Farfan (46. Clemens), Pukki (46. Huntelaar), Barnetta (61. Bastos) - Szalai (61. Draxler)
Tore: 0:1 Szalai (2.), 0:2 Pukki (25.), 0:3 (32.), 0:4 Huntelaar (51.), 0:5 Clemens (51.), 0:6 Draxler (76.), 1:6 Moslehe (87.)
Zuschauer: 6679
Schiedsrichter: Stegemann (Niederkassel)

Eine Viertelstunde später wollte sich auch Michel Bastos in die Torschützenliste eintragen. Der Brasilianer zog von der Strafraumgrenze ab, doch Aachens Keeper Thomas Unger, der in der Pause ins Spiel gekommen war, konnte den Ball noch wegfausten. Draxler machte es zehn Minuten später besser: Erst legte er den Ball an Unger vorbei, kam dabei aber etwas weit nach außen und verlud den Keeper gleich ein zweites Mal, bevor er zum 6:0 einnetzte. Die letzte nennenswerte Szene des Spiels gehörte den Gastgebern, die doch noch zu ihrem Ehrentreffer kamen. Moslehe zog aus 25 Metern linker Position ab und ließ Ralf Fährmann keine Chance (87.).