Gazprom

29.07.2013

2:1 im letzten Test – S04 siegt bei Lok Leipzig

Der FC Schalke 04 hat das letzte Testspiel der Sommervorbereitung am Montag (29.7.) mit 2:1 beim 1. FC Lokomotive Leipzig gewonnen. Unter sehr schwierigen Platzbedingungen sorgte Adam Szalai mit einem Doppelpack für den Sieg der Königsblauen. Das Spielfeld stand vor dem Anpfiff teilweise noch unter Wasser und wurde kurz vorher noch mit Wassersaugern bearbeitet.

Schalke erwischte im Bruno-Plache-Stadion einen Traumstart und ging bereits in der vierten Minute in Führung. Nach einem wunderschönen Pass von Julian Draxler stand Christian Clemens frei vor Leipzig-Keeper Steven Braunsdorf und legte uneigennützig quer auf den mitgelaufenen Szalai. Der Ungar schob den Ball problemlos zur 1:0-Führung für die Gäste ins Tor. Nach der Führung ließen die Königsblauen die Kugel auch auf dem schwer zu bespielenden Platz sehr gut laufen und kombinierten sich hervorragend vor das gegnerische Tor. Chancen von Draxler und Höger blieben aber ungenutzt (14., 17.).

Die Knappen waren aber nicht nur aus dem Spiel heraus gefährlich, sondern auch bei ruhenden Bällen. Einen Freistoß-Aufsetzer von Draxler aus 20 Metern halblinker Position konnte Braunsdorf aber mit Glück mit dem Knie klären (23.). Nach gut einer halben Stunde gab es dann einen Schock-Moment für die Blau-Weißen. Denn nach einem Foulspiel an Clemens ging es für den Neuzugang nicht mehr weiter. Der ehemalige Kölner wurde durch Tranquillo Barnetta ersetzt.

Schalke dominierte die Begegnung zwar weiterhin, wollte es vor dem Tor teilweise dann doch zu schön machen. Auf der anderen Seite durften die Hausherren aber jubeln. Nach einem Foul von Lars Unnerstall an Alex Langner gab es Elfmeter für Leipzig, den Steve Rolleder flach in der rechten Ecke versenkte (41.).

Als alle Zuschauer dachten, dass es mit einem Unentschieden in die Kabinen gehen würde, packte der S04 quasi mit dem Halbzeitpfiff noch einen Spielzug zum Genießen aus. Jefferson Farfan hebelte die Abwehr der Ostdeutschen mit einem Lupfer in den Lauf von Draxler aus. Der 19-Jährige legte frei vor dem Keeper quer zu Szalai und der Ungar hob das Spielgerät lässig über den Leipziger Schlussmann hinweg in die Maschen (45.).

Zur zweiten Halbzeit wechselte Chef-Trainer Jens Keller kräftig durch. Bis auf Unnerstall und den bereits im ersten Durchgang eingewechselten Barnetta tauschte der Coach alle Kicker aus. Auch Kellers Gegenüber Carsten Hänsel schickte eine komplett andere Truppe aufs Feld. Aufgrund der vielen Wechsel brauchten die Teams einige Minuten, um den Rhythmus zu finden.

Leipzig: Braunsdorf (30. Glaser / 60. Latendresse-Levesque) – Seifert (46. Scheibe), Kittler (46. Dräger), Krug (46. Muwanga), Logins (46. Schmidt / 71. Becker) – Schulz (46. Engler), Hildebrandt (46. Kilz), Wendschuch (46. Schönitz), Lunderstädt (46. Bochmann) – Langner (46. Nika), Rolleder (46. Trojandt)
Schalke: Unnerstall – Uchida (46. Hoogland), Santana (46. Ayhan), Höwedes (46. Matip), Fuchs (46. Kolasinac) – Höger (46. Jones), Neustädter (46. Goretzka) – Farfan (46. Bastos), Draxler (46. Meyer), Clemens (30. Barnetta) – Szalai (46. Pukki)
Tore: 0:1 Szalai (4.), 1:1 Rolleder (41./FE) 1:2 Szalai (45.)
Gelbe Karten: Kittler / -
Zuschauer: 5500

Die Gelsenkirchener kontrollierten die Partie zwar, leisteten sich nun aber auch einige Nachlässigkeiten im Spiel nach vorne. Mit zunehmender Dauer wurden die Gäste wieder souveräner in ihren Aktionen. Möglichkeiten durch Bastos nach einem herrlichen Diagonalball von Jermaine Jones über den halben Platz und gleich zweimal durch Pukki nach Zuspielen von Meyer ließ der S04 jedoch aus (63., 66., 73.).


Danach sollte bis zum Schluss aber nichts Aufregendes mehr auf dem Platz passieren. Königsblau ließ die Hausherren im zweiten Durchgang kaum vor das eigene Tor kommen und sicherte sich so einen knappen, aber dennoch verdienten Erfolg im letzten Testspiel dieser Sommervorbereitung. In einer Woche wird es dann zum ersten Mal richtig ernst für die Spieler von Keller. Dann empfängt der FC Nöttingen die Knappen in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals.