Gazprom

22.08.2013

S04 verurteilt völlig unverhältnismäßigen Polizeieinsatz

Es waren entsetzliche Szenen, die sich am Mittwoch (21.8.) beim Spiel gegen PAOK Saloniki in der Nordkurve abspielten: Ein Polizeieinsatz mit Gummiknüppeln und Pfefferspray war der dramatische Höhepunkt eines Abends gegenseitiger Provokationen beider Fanlager. Die letzte und gravierendste Eskalationsstufe war aus Sicht des FC Schalke 04 jedoch in keiner Weise gerechtfertigt.

Vorweg: Der Einsatz der Polizei war weder mit den Verantwortlichen des Clubs abgestimmt, noch wäre er von diesen auch nur ansatzweise gefordert oder gutgeheißen worden. Die Faktenlage, die zu seiner Durchführung führte: In der Nordkurve hatten Fans ein Banner des „Komiti Düsseldorf“ der Ultras von Vardar Skopje präsentiert, welche mit den Ultras der Königsblauen befreundet sind. Nach Ansicht der Polizei habe dieses Banner den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt.

Dieser Einsatz war völlig unverhältnismäßig. Wir können dies absolut nicht gutheißen und bringen dafür nicht das geringste Verständnis auf.

Peter Peters

Durch dieses Banner fühlten sich die Fans von PAOK Saloniki massiv provoziert. Die Situation im Gästeblock eskalierte, die griechischen Anhänger drohten mit einem „Angriff“ auf die Nordkurve und damit, einen Spielabbruch herbeizuführen. Nicht unerwähnt bleiben soll jedoch die Tatsache, dass im Gästeblock zuvor Böller sowie Pyrotechnik gezündet wurden und zudem zahlreiche Transparente mit ebenfalls provokanten Botschaften hingen.

Appellen und Aufforderungen der Polizei, das Skopje-Banner nicht länger in der Nordkurve zu zeigen, leisteten die Anhänger jedoch nicht Folge. Was die oben geschilderten drastischen Konsequenzen hatte. „Dieser Einsatz war völlig unverhältnismäßig. Wir können dies absolut nicht gutheißen und bringen dafür nicht das geringste Verständnis auf“, verurteilte Vorstandsmitglied Peter Peters das Vorgehen. „Wir sehen daher dringend Gesprächsbedarf. Dieser Vorfall muss unbedingt aufgearbeitet werden.“