Gazprom

01.10.2014

Dennis Aogo: Haben das Führungstor verpasst

Trotz einer schwungvollen Anfangsphase und zahlreichen Einschussgelegenheiten verpassten die Schalker drei Punkte gegen NK Maribor. Nach dem Duell mit den Slowenen äußerten sich die Königsblauen zum Spiel.

Julian Draxler: Ich glaube nicht, dass wir an unsere Leistungsgrenze gekommen sind. Wir hatten relativ viele Spiele in den vergangenen Tagen, deshalb hat uns am Ende vielleicht die nötige Frische gefehlt. Es ist aber kein Weltuntergang, dass wir die drei Punkte verpasst haben. Wir müssen die Fehler analysieren, die nötigen Schlüsse daraus ziehen und die verpassten drei Punkte in den noch ausstehenden Partien holen. Nach dem 1:1 haben wir die Angriffe nicht konsequent zu Ende gespielt, wir hätten es besser über die Außen probieren müssen. Es sollte nicht sein, es gibt solche Begegnungen, in denen der Ball einfach nicht rein will.

Ralf Fährmann: Das war nicht unser Spiel. Wir haben es in der ersten Hälfte versäumt, ein Tor zu erzielen und haben dann diesen unglücklichen Gegentreffer kassiert. Maribor hat tief gestanden und auf Konter gelauert. Uns hat die nötige Konzentration gefehlt, wir waren in den entscheidenden Situationen nicht eng genug am Ball. Beim Gegentor gibt es vermutlich keine zwei Meinungen. Der Stürmer rennt genau in mich herein und hindert mich an meiner Reaktion. Das ist sehr ärgerlich.

Klaas-Jan Huntelaar hätte beinahe für die frühe Führung gesorgt. Copyright: firo sportphoto

Klaas-Jan Huntelaar: Es ist natürlich enttäuschend für uns alle. Wenn wir cleverer agiert hätten, wären wir vermutlich als Sieger vom Platz gegangen. Die Anfangsphase war gut, aber dann haben wir relativ schnell einen Gang zurückgeschaltet. Der letzte Pass hat teilweise gefehlt. Nach dem Gegentor war es schwierig für uns, Maribor hat die Räume noch enger gemacht. Wir haben zu wenig für das Spiel gemacht. Normalerweise müssen wir den Ball laufen lassen. Ich freue mich über meinen Treffer, hätte aber viel lieber die drei Punkte eingefahren. Diese Begegnung müssen wir eigentlich gewinnen.

Tranquillo Barnetta: Wir haben um die Qualität von Maribor gewusst. Leider haben wir zu Beginn unsere Chancen nicht genutzt und sind dann durch einen Konter mit 0:1 in Rückstand geraten. Zur Pause haben wir uns noch einmal gesagt, dass wir das Spiel über die Außen verlagern müssen. Nach unserem Ausgleich hatten wir auch noch zahlreiche Möglichkeiten zum Sieg. Aber wir haben sie nicht genutzt. Deshalb sind wir natürlich unmittelbar nach dem Spielende auch etwas enttäuscht. Da aber jetzt erst der zweite Spieltag war, haben wir noch ausreichend Chancen, Punkte einzufahren. Wir schauen nach vorne und wollen die Partie gegen Lissabon für uns entscheiden.

Dennis Aogo: Wir haben uns viel vorgenommen und hatten auch eine gute Anfangsphase. Leider haben wir es versäumt, das Führungstor zu erzielen. Danach war es schwer, wieder in die Partie zu finden. Wir wussten, dass der Gegner tief steht und auf unsere Fehler wartet. Da war es umso schwieriger für uns, den Rückstand umzubiegen. Wir müssen uns alles hart erarbeiten, vielleicht war die Erwartungshaltung zu groß. In der Champions League gibt es keine einfachen Gegner, die Spiele sind eng. Kleinste Fehler werden bestraft, wir hätten das Spiel gerne gewonnen.

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