Gazprom

25.11.2014

Roman Neustädter: Müssen uns bei allen entschuldigen

Den Schalkern waren nach dem 0:5 gegen den FC Chelsea Frust und Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Das hatten sich alle ganz anders vorgestellt. schalke04.de hat die Stimmen der Knappen notiert.

Dennis Aogo:

Wir haben nach dem frühen Rückstand nicht die entsprechende Reaktion gezeigt. Es ist uns nicht gelungen, Chancen herauszuspielen. Es zwar eine ziemliche Kluft zwischen den beiden Teams zu erkennen. Wir sind nach dem Rückstand eingebrochen, das Eigentor ist mehr als unglücklich und passte in das Gesamtbild unserer Leistung. Es ist ein Abend zum Vergessen und kaum zu erklären. Natürlich versucht man nach dem Pausenrückstand, erst einmal das eigene Tor zu verriegeln, um nicht noch höher in Rückstand zu geraten. Im Nachhinein kann man sagen, dass wir in den zweiten 45 Minuten hätten mutiger auftreten müssen. Vielleicht hat uns aber auch der hundertprozentige Glaube gefehlt, hier noch etwas erreichen zu können. Da haben wir den Fokus auf die kompakte Defensive gelegt.

Mein persönlicher Glaube an das Weiterkommen in die K.o.-Runde ist nach wie vor sehr groß. Chelsea wird sich vor dem eigenen Publikum mit einem Sieg verabschieden wollen. Und wir werden in Maribor alles daran setzen, die drei Punkte zu holen. Es wird schwierig, nach solch einem Spiel in den Schlaf zu finden. Das wird eine lange Nacht. Wir müssen das jetzt schnell abschütteln und uns am Samstag wieder von einer anderen Seite zeigen. Wenn das einer kann, dann der FC Schalke 04.

Max Meyer:

Wir sind natürlich mehr als unglücklich in die Partie gestartet und nach nicht einmal zwei Minuten in Rückstand geraten. Chelsea hat das eiskalt heruntergespielt und vor der Pause auf 3:0 erhöht. Sie waren das klar bessere Team. Ich weiß allerdings nicht, ob es am Ende 5:0 ausgehen muss. So kurz nach Spielschluss habe ich noch keine Erklärung dafür, warum es so enttäuschend für uns gelaufen ist. Wir haben uns das alle anders vorgestellt. Leider kennen wir diese Situation aus der vergangenen Saison. Damals haben wir zu Hause gegen Real Madrid mit 1:6 verloren. Anschließend konnten wir in der Liga dennoch eine positive Serie starten. Das muss uns auch dieses Mal Hoffnung geben. Ich bin von unserer Qualität überzeugt und glaube fest an das Erreichen des Achtelfinals. Wir fahren im letzten Gruppenspiel nach Maribor und werden dort gewinnen.

Roman Neustädter:

Wir müssen uns für diese Leistung bei allen entschuldigen. Das hatten wir uns alle anders vorgestellt. Mir fehlen kurz nach Spielende die Worte, es fällt schwer, unser Spiel jetzt zu analysieren. Wir haben nie wirklich in die Partie gefunden. Wenn wir das dritte Gegentor kurz vor der Pause nicht kassieren, ist die Hoffnung eventuell noch größer. Das ist eine bittere Pille, die wir schlucken müssen. Jetzt müssen wir die Begegnung aufarbeiten und es am Samstag gegen Mainz wieder besser machen. Ich kann die Reaktion der Fans verstehen. Sie sind mit großen Hoffnungen ins Stadion gekommen und wurden von uns enttäuscht.