Gazprom

02.12.2014

Horst Heldt über Huub Stevens und den Hunter

Für Horst Heldt ist das kommende Bundesligaspiel am Samstag (6.12.) beim VfB Stuttgart eine Reise in die eigene Vergangenheit. Denn vor seinem Engagement auf Schalke war er vier Jahre lang Sportdirektor der Schwaben, für die der 43-Jährige zudem von 2003 bis 2006 als Profi auflief. Zeit für Sentimentalitäten hat er aber nicht.

Heldts Fokus in der Mercedes-Benz Arena liegt einzig und allein darauf, mit etwas Zählbarem im Gepäck zurück ins Revier zu reisen. „Ich erwarte, dass unser Team eine ähnlich gute Leistung wie zuletzt gegen Mainz bringt“, sagt der Manager. „In Stuttgart gab es in der Vergangenheit nicht viel zu holen für uns, das wollen wir ändern. Für unsere Ausgangsposition in der Bundesliga wäre es wichtig, beim VfB zu punkten.“

Die Schwaben werden seit rund einer Woche (wieder) von Schalkes Jahrhundert-Trainer Huub Stevens betreut. „Wenn man das Geschehen an den vergangenen Tagen verfolgt hat, erkennt man auch als Außenstehender schnell, dass Huub dort alles im Griff hat“, erklärt Heldt. „Mit dem Sieg in Freiburg hat Huub mit seiner Mannschaft direkt ein Zeichen gesetzt.“

Auch ein anderer Niederländer ist derzeit ein aktuelles Thema. Klaas-Jan Huntelaar soll nach dem Geschmack von Heldt noch lange auf Schalke bleiben. Das Arbeitspapier des Torjägers läuft am Saisonende aus. „Wir können uns sehr gut vorstellen, den Vertrag zu verlängern. Es gab bereits einen Termin, in dem wir uns über eine weitere Zusammenarbeit ausgetauscht haben“, berichtet der Manager.

Wir können uns sehr gut vorstellen, den Vertrag mit Klaas-Jan Huntelaar zu verlängern.

Horst Heldt

Noch vor Weihnachten solle es das nächste Treffen geben, verrät er. Der Angreifer habe eine enorme Torquote, die für sich spreche. Daher sei er ein sehr wichtiger Spieler, so Heldt. „Aber er ist nicht allein Schalke - es ist auch wichtig, dass er richtig bedient wird. Das hat man am Wochenende gegen Mainz gesehen. Wenn der Hunter die Bälle serviert bekommt, dann ist er einer der besten Stürmer Europas.“

Auch mögliche Neuverpflichtungen beschäftigten Heldt zuletzt, der bezüglich des Kaders in regelmäßigem Kontakt mit Chef-Trainer Roberto Di Matteo steht. „Wir machen uns natürlich Gedanken, aber es gibt noch einige offene Fragen“, sagt der 43-Jährige. „Zum Beispiel, wann wir wieder auf unsere Langzeitverletzten zugreifen können, wer mit ins Trainingslager nach Katar reisen kann und natürlich auch, ob wir die K.o.-Runde der Champions League erreichen oder nicht.“

Zum Gesundheitszustand von Kevin-Prince Boateng, der gegen Mainz nach einer starken Leistung in der Vorwoche gegen den VfL Wolfsburg nicht mitwirken konnte, nahm Heldt ebenfalls Stellung: „Er ist in Mailand und spult bis Donnerstag ein individuelles Trainingsprogramm ab. Kevin hat seit mehreren Wochen immer wieder mit Knöchelproblemen gekämpft und sich teilweise auch spritzen lassen, um die Schmerzen in den Griff zu bekommen. Er wollte der Mannschaft helfen.“

Gegen Mainz habe ihn außerdem ein Infekt gehandicapt. Heldt: „Jetzt haben wir ihn einige Tage komplett herausgenommen. Er lässt sich von einem Therapeuten am Knöchel behandeln, den er noch aus einer Zeit beim AC Mailand gut kennt.“ Ob der Mittelfeldmann in Stuttgart mitwirken kann, sei noch offen.

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