Gazprom

09.03.2015

Realistische Einschätzungen, dennoch große Vorfreude

Mit 22 Spielern an Bord, darunter auch Thilo Kehrer, Maurice Multhaup und Janik Schilder (alle U19) sowie Axel Borgmann (U23) aus der Knappenschmiede, ist die Condor-Maschine mit der Flugnummer DE9184 am Montag (9.3.) um 12.36 Uhr sicher in Madrid gelandet.

In der spanischen Hauptstadt ist der FC Schalke 04 ebenso wie im Vorjahr im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gefordert. „Die Ausgangssituation ist sicherlich denkbar ungünstig, aber im Fußball ist nichts unmöglich“, sagt Kapitän Benedikt Höwedes nach dem 0:2 im Hinspiel und denkt dabei vielleicht insgeheim an den 5. April 2011 zurück. An jenem Tag war der S04 in der Königsklasse ebenfalls auswärts beim Titelverteidiger gefordert und gewann sensationell mit 5:2.

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Real Madrid sei allerdings noch einmal ein ganz anderes Kaliber als Inter Mailand vor vier Jahren, erklären die Schalker Profis unabhängig voneinander. Roman Neustädter unterstreicht dennoch, dass die Knappen gewillt seien, „mit der gleichen Freude und dem gleichen Mut wie zuletzt gegen Hoffenheim aufzutreten. Dass wir gegen eine der besten Mannschaften der Welt spielen, ist uns natürlich bewusst. Über die Qualitäten von Real Madrid brauchen wir nicht zu reden. Das ist wirklich ein Ausnahmeteam.“

Nichtsdestotrotz werde Königsblau nicht in Ehrfurcht erstarren, betont Tranquillo Barnetta. „Die Reise ist definitiv kein Ausflug, bei dem wir Fotos vom Bernabeu machen wollen. Wenn man gegen Real Madrid antritt, will man ein gutes Spiel abliefern“, so der Schweizer.

Max Meyer freut sich auf die Partie in Madrid. Copyright: Karsten Rabas

„Dass wir noch weiterkommen, klingt leider aufgrund des Hinspiels sehr unrealistisch“, meint Max Meyer. „Aber wir wollen uns im Bernabeu gut verkaufen und das bestmögliche Ergebnis herausholen. Dafür ist es wichtig, das Gesicht vom vergangenen Wochenende zu zeigen.“ Beim verdienten 3:1-Sieg gegen Hoffenheim war Meyer einer der besten Knappen auf dem Platz und darf deshalb auch gegen die Königlichen auf einen Einsatz von Beginn an hoffen. Zumal Kevin-Prince Boateng aufgrund einer Gelbsperre nicht spielen darf und daher gar nicht erst mit auf die iberische Halbinsel gereist ist.

Benedikt Höwedes, Marco Höger und Klaas-Jan Huntelaar saßen hingegen im Flieger. Das Trio hatte die Partie gegen die TSG nicht ganz unbeschadet überstanden und leichte Blessuren davon getragen. „Nichts ernstes“, sagt Horst Heldt, „aber wenn ein Spieler sagt, dass es nicht geht, werden wir kein Risiko eingehen.“ Daher habe man sich auch dazu entschieden, mit einem etwas größeren Aufgebot als sonst anzureisen.

Folgende Spieler sind mit nach Madrid gereist:

Tor: Timon Wellenreuther, Christian Wetklo, Janik Schilder
Abwehr: Kaan Ayhan, Axel Borgmann, Benedikt Höwedes, Christian Fuchs, Joel Matip, Matija Nastasic, Atsuto Uchida
Mittelfeld: Tranquillo Barnetta, Leon Goretzka, Marco Höger, Thilo Kehrer, Roman Neustädter, Max Meyer, Maurice Multhaup, Sidney Sam, Leroy Sane, Marcel Sobottka
Angriff: Eric Maxim Choupo-Moting, Klaas-Jan Huntelaar