Gazprom

11.03.2015

Klaas-Jan Huntelaar: Es war am Ende mehr als eng

Am Ende wussten die Knappen zunächst nicht, ob sie sich ärgern oder doch über den sensationellen Sieg freuen sollten. Die mitgereisten Fans jedenfalls feierten ihr Team nach dem Schlusspfiff ausgiebig und lautstark. schalke04.de hat die Reaktionen von Klaas-Jan Huntelaar, Benedikt Höwedes, Leon Goretzka, Marco Höger und Leroy Sane gesammelt.

Klaas-Jan Huntelaar:

Wir haben eine gute Partie abgeliefert, viele Chancen kreiert und früh attackiert. Es war am Ende mehr als eng. Wir waren gut drauf, haben das Spiel schnell an uns gerissen. Nach dem Führungstor haben wir gemerkt, dass hier noch mehr ging. Real war verunsichert, die Fans haben begonnen zu pfeifen. Das hat uns in die Karten gespielt. Insgesamt fehlte dann nur ein Tor. Das ist natürlich bitter. Leider hatten wir unser Ausscheiden durch ein schlechtes Hinspielergebnis fast schon besiegelt. Wir müssen unseren Weg jetzt so weitergehen und an die Leistungen anknüpfen.

Benedikt Höwedes:

Wir haben ein riesiges Spiel gemacht, waren mutig und haben uns gegen eine Weltklassemannschaft nicht von der Kulisse beeindrucken lassen. Schade, dass wir nicht mehr mit einem fünften Treffer belohnt worden sind. Auch ich hatte noch eine gute Chance kurz vor Schluss. Leider habe ich nicht genug Druck hinter den Ball bekommen. Das ist super ärgerlich. Trotz der Niederlage bin ich begeistert von unserer Mannschaft. Jeder einzelne Spieler hat alles in die Waagschale geworfen und gezeigt, dass wir als Team guten Fußball zeigen können. Dieses Spiel macht mir viel Mut für die kommenden Wochen. Jetzt gilt es, schnell wieder zu Kräften zu kommen nach diesem intensiven Auftritt.

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Leon Goretzka:

Da schießt man vier Tore im Bernabeu und scheidet am Ende dennoch aus. Das ist schon irgendwie komisch und sonderbar. Wir haben hier ein sehr, sehr gutes Spiel abgeliefert und dürfen bei aller Enttäuschung nicht vergessen, dass wir Real Madrid mit 4:3 geschlagen haben. Leider ist im Hinterkopf das Gefühl etwas betrübt, weil wir keine Runde weitergekommen sind. Das Viertelfinale war greifbar nah. Unsere Erwartungen waren von vornherein nicht allzu groß, umso mehr freuen wir uns über unsere Leistung. Daraus können viel Selbstvertrauen ziehen und den Schwung mit in das letzte Drittel der Saison nehmen. Ich freue mich besonders für Leroy Sane, der nach seiner Einwechslung ein wirklich gutes Spiel gemacht hat.

Marco Höger:

Wir haben von Beginn an gezeigt, mit welcher Einstellung wir in diese Partie gehen wollten. Aufgrund des Hinspielergebnisses waren wir nicht auf Schadensbegrenzung aus, sondern sind offensiv gestartet. Wir haben an uns geglaubt und wollten uns hier ordentlich präsentieren. Der Trainer hat vor der Begegnung gesagt, dass es eine interessante Partie wird, wenn wir den ersten Treffer schießen. So kam es dann auch. Am Ende gehen wir als Sieger vom Platz, ziehen aber leider nicht in die nächste Runde ein. Wir wussten, dass Real verwundbar ist. Auch auf ihre schnellen Gegenstöße waren wir vorbereitet. Dieses Risiko mussten wir eingehen. Wir werden nun eine Nacht darüber schlafen und hoffentlich überwiegt auf dem Heimweg dann der Stolz und nicht der Ärger über das Ausscheiden.

Leroy Sane:

Dass ich mein Debüt in der Champions League ausgerechnet im Bernabeu feiern durfte und dabei auch noch getroffen habe, ist sehr schön. Aber für einen perfekten Abend hat es leider nicht ganz gereicht. Am Ende hätten wir noch ein Tor mehr schießen können. Es ist enttäuschend, dass wir es nicht mehr geschafft haben. Trotzdem bleibt festzuhalten, dass es ein guter Auftritt von uns war. Wir hatten keine Angst und haben uns gegen den Titelverteidiger viele Torchancen erarbeitet.