Gazprom

16.05.2015

Ralf Fährmann: Meine schwierigste Partie auf Schalke

1:0 gewonnen, die Europa-League-Qualifikation einen Spieltag vor Saisonende gesichert und dennoch kaum Grund zur Freude. Die Stimmung in der VELTINS-Arena und die Leistung der Knappen beim Sieg gegen den SC Paderborn 07 sorgten für gemischte Gefühle. schalke04.de hat die Stimmen zum Spiel notiert.

Leon Goretzka:

Es fällt mir schwer, das Spiel zu erklären. Das Wichtigste war, dass wir drei Punkte geholt haben. Wir wissen, dass wir keine gute Leistung abgeliefert haben. Der Fuß ist manchmal etwas wackelig. Wir müssen uns auf die einfachen Mittel des Fußballs konzentrieren. In der zweiten Hälfte waren wir etwas besser als vor dem Seitenwechsel und haben uns ein paar Möglichkeiten herausgespielt. Es war eine schwierige Situation für uns alle. Das geht einem nahe.

Joel Matip:

Die Freude hält sich in Grenzen. Ich bin froh, dass wir die drei Punkte holen konnten. Die Stimmung war sehr merkwürdig für uns alle. Klar merkt man dann noch mehr eine gewisse Verunsicherung. Am letzten Spieltag wird es eine absolut schwierige Partie für uns in Hamburg. Die kämpfen ums Überleben.

Dennis Aogo:

Es herrschen gemischte Gefühle, aber im Moment überwiegt die Freude, dass wir zumindest das Minimalziel noch erreicht haben. Wir sind sehr selbstkritisch und beschäftigen uns selbstverständlich mit unseren Leistungen. Wir kriegen es im Moment einfach nicht auf den Platz. Das ist das Problem. Wir haben eine turbulente Woche hinter uns. Für uns als Mannschaft war es auch nicht einfach. Auf uns ist eine Menge eingeprasselt. Das hat sich auch in unserer Leistung gegen Paderborn widergespiegelt.

Ralf Fährmann:

Das war die bislang schwierigste Partie, die ich hier bestritten habe. Sowas habe ich auf Schalke noch nicht erlebt. Es ist einfach eine sehr schwierige Situation. Das sind die puren Emotionen. Man darf nicht vergessen, dass Schalke der zweitgrößte Verein in Deutschland ist. Jedes Mitglied steht mit voller Leidenschaft hinter dem Club. Wenn dann das Fass überläuft, dann passiert sowas. Wir müssen jetzt versuchen, ein paar Nächte drüber zu schlafen. Wir haben die Rückrunde, die nicht gut war, noch retten können und die Europa-League-Qualifikation gesichert. Das war unser Ziel für die letzten Partien in der Saison. Da muss man die Emotionen jetzt auch ein Stück weit beiseite legen und in ein paar Tagen noch mal ganz sachlich betrachten.