Gazprom

31.10.2015

Andre Breitenreiter: Waren nach der Pause mutiger

Nach einem 0:1-Rückstand gegen den FC Ingolstadt 04 haben die Königsblauen am Samstag (31.10.) immerhin noch einen Zähler in Gelsenkirchen behalten. schalke04.de hat nach dem 1:1 gegen den Aufsteiger die Stimmen der beiden Chef-Trainer notiert.

Andre Breitenreiter:

In der ersten Halbzeit waren wir zu pomadig, zu langsam im Passspiel. Es fehlte uns insgesamt die Bewegung im Spiel. Trotzdem hatten wir einige Chancen, die wir nicht genutzt haben. Wenn man gegen so einen tief stehenden Gegner in Führung geht, wird es deutlich leichter. So sind wir nach Ingolstadts einziger Möglichkeit in Rückstand geraten.

Für die zweite Hälfte haben wir uns vorgenommen, mutiger aufzutreten und mehr Überzeugung in unser Spiel zu bringen. Das haben die Jungs umgesetzt, auch dank der Unterstützung unserer Fans, die unsere Mannschaft permanent nach vorne getrieben haben. Wir waren im zweiten Durchgang deutlich dominanter und haben den Gegner in seiner eigenen Hälfte unter Druck gesetzt, aber uns nicht so viele Torchancen erspielt. Das ist immer schwierig gegen Mannschaften, die kompakt vor dem eigenen Sechzehner verteidigen.

Trotzdem war die Moral des Teams gut, sodass wir zumindest den Ausgleich erzielt haben. Dass es nicht zu mehr gereicht hat, lag auch daran, dass Ingolstadt sehr gut verteidigt hat und wir nicht entscheidend zum Abschluss gekommen sind.

Ralph Hasenhüttl:

Wir haben die richtigen Mittel gewählt, um auf Schalke etwas mitzunehmen. Wir wussten, dass es nicht leicht wird. In den vergangenen beiden Partien haben wir sicherlich besser gespielt. Diesmal haben wir versucht, den Gegner anders anzulaufen. Das ist uns in der ersten Halbzeit gut gelungen. Gefährlich wurde es nur, wenn wir in der Vorwärtsbewegung den Ball verloren haben, weil Schalke super Umschaltspieler hat. Dass man mit zunehmender Spielzeit immer mehr unter Druck gerät, wenn man die Konter nicht besser ausspielt, ist normal. Nach dem Pfostenschuss der Schalker waren alle im Stadion wieder da. Dann kann man auch von außen nicht mehr coachen, da hört dich keiner mehr auf dem Platz. Wir haben es dann nicht mehr geschafft, uns wirklich zu befreien. Der Gegner hat viel Druck ausgeübt. Der Ausgleich lag eigentlich in der Luft. In der Schlussphase haben wir uns dann wieder ein bisschen besser gewehrt. Ich hätte natürlich gerne drei Punkte mitgenommen, aber der eine Zähler ist für uns schon überragend. Das war ein wichtiger Punktgewinn. Ich bin sehr stolz auf meine Jungs.