Gazprom

25.01.2016

Guter Start, bitteres Ende

Es hätte so ein guter Spieltag werden können. Aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz um die vorderen Plätze hätte der FC Schalke 04 mit einem Sieg gegen Werder Bremen auf Platz vier springen können. Und zunächst sah es in der ausverkauften VELTINS-Arena auch nach einem blau-weißen Erfolg aus aus. „All das, was wir uns im Vorfeld vorgenommen hatten, haben wir am Anfang gut umgesetzt“, sagt Andre Breitenreiter.

Bereits nach vier Minuten gelang Joel Matip die Führung, die seine Mitspieler in der Folgezeit gleich mehrmals hätten ausbauen können. „Wir hatten Torchancen, die für drei Spiele reichen. Normalerweise geht man nach so einem Auftritt mit 3:0 oder 4:0 in die Halbzeit“, blickt Schalkes Chef-Trainer auf die ersten 45 Minuten zurück. Doch es kam anders. Kurz vor dem Seitenwechsel gelang den lange passiven Bremern durch ihren Kapitän Clemens Fritz der Ausgleich. „Diese Situation müssen wir besser verteidigen“, meint Horst Heldt. „Dann gehen wir mit einer Führung in die Kabine.“

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Klaas-Jan Huntelaar, der im ersten Abschnitt gleich mehrere gute Möglichkeiten liegen ließ, resümiert: „Nach dem Ausgleich ist das Spiel ein wenig gekippt.“ Dennoch hatten die Knappen weiterhin ihre Chancen - wenn auch nicht mehr so klare wie vor der Pause. „Trotzdem hätten wir noch mindestens ein Tor erzielen müssen“, meint Breitenreiter. Tore schossen aber nur noch die Bremer. Erst Claudio Pizarro in der 53. Minute, dann Anthony Ujah kurz vor dem Schlusspfiff. Endstand: 3:1 für Werder Bremen!

„Es darf nicht passieren, dass wir gegen einen Gegner, den wir eigentlich im Griff hatten, am Ende verlieren“, sagt Heldt und fügt hinzu: „Nach einer Niederlage ärgere ich mich immer - und dieses Mal ärgere ich mich maßlos, denn das war absolut unnötig.“ Die Spieler pflichten dem Sportvorstand bei. „Wir wollten den zweiten Durchgang genauso angehen wie den ersten, aber Werder hat es dann besser gemacht, sodass wir in der Mitte nicht mehr so viele Räume hatten. Es war ein kurioses Spiel mit einem sehr frustrierenden Verlauf für uns“, erklärt Roman Neustädter. Und Huntelaar sagt: „Das Ergebnis ist eigentlich unglaublich.“ Joel Matip betont, dass es „definitiv nicht an der Einstellung des Teams liegt. Wir kreieren zahlreiche Chancen und müssen weiter hart dafür arbeiten, dass sie in Zukunft auch reingehen. Jeder einzelne war bemüht, keiner vergibt die Dinger extra.“

Wichtig sei es jetzt, positiv nach vorne zu schauen, damit am Samstag (30.1.) in Darmstadt ein anderes Ergebnis erzielt wird. „Im Training sind die Bälle drin. Aber das nützt nichts, wenn die Dinger im Spiel nicht sitzen“, sagt Breitenreiter, woran vor allem gefeilt werden sollte. „Wir müssen die Köpfe hochnehmen und weiter Gas geben.“ Und dann, so Matip, „werden wir uns auch für unseren Aufwand belohnen und die Punkte einfahren!“