Gazprom

22.02.2016

Nach zwei Remis muss nun unbedingt ein Sieg her

Eine Mischung aus Salto, Flickflack und Radschlag nach einer Viertelstunde sorgte am Sonntag (21.2.) für Begeisterung in der VELTINS-Arena. Denn die sehenswerte Einlage von Younes Belhanda folgte direkt auf das zweite Bundesliga-Tor des Marokkaners, das gleichzeitig die Führung gegen den VfB Stuttgart bedeutete.

„Es war schön, vor der Kurve mit den Fans zu feiern. Dennoch überwiegt die Enttäuschung darüber, das Spiel am Ende nicht gewonnen zu haben“, erklärt der Mittelfeldmann.

Letztlich sei die Punkteteilung aber gerecht gewesen, meint Andre Breitenreiter. „Das 1:1 geht in Ordnung“, sagt der Coach. Stuttgarts Chef-Trainer Jürgen Kramny stimmt zu: „Nach dem 1:1 waren wir dem zweiten Treffer etwas näher, aber Schalke hatte auch gute Chancen und in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel. Wir nehmen den Punkt gerne mit.“

Anzeige

Mit einem Sieg gegen die Schwaben, die mit dem Selbstvertrauen von fünf Siegen in Serie ins Revier gereist waren und sich als der erwartet schwere Gegner erwiesen, hätten die Königsblauen auf einen Champions-League-Platz springen können. Doch gerade in der zweiten Hälfte ließen die Stuttgarter nie locker, zeigten Geduld und kamen durch das Jokertor von Martin Harnik  zum Ausgleich (74.).

„Nach der Pause hat man gesehen, dass wir nach der Englischen Woche gegen eine ausgeruhte Mannschaft nicht mehr so die Frische im Kopf hatten“, blickt Breitenreiter zurück. „Wir hätten in der zweiten Halbzeit etwas wacher agieren müssen. Leider hatten wir zu viele leichte Ballverluste, um entscheidende Angriffe zu fahren. Der VfB hat daher verdientermaßen das 1:1 erzielt.“

Ralf Fährmann sieht es ähnlich. „Wenn man führt und dann nur unentschieden spielt, ist es immer ärgerlich. Wir haben dennoch ein ausgeglichenes Spiel gesehen“, sagt der Schlussmann, der wieder einmal starker Rückhalt der Königsblauen war. „Wir waren in der ersten Halbzeit besser, Stuttgart in der zweiten. Wir hatten zahlreiche Chancen, Stuttgart auch.“

Ein 1:1 sollte am Donnerstag (25.2.) in der Europa League vermieden werden. Denn würde dieses Resultat beim Schlusspfiff gegen Schachtar Donezk auf dem Videowürfel in der VELTINS-Arena angezeigt werden, wäre der FC Schalke 04 ausgeschieden. „Deshalb müssen wir das Spiel gegen Stuttgart jetzt auch schnell abhaken und unseren ganzen Fokus auf Donezk richten“, erklärt Johannes Geis. „Im Hinspiel haben wir leider einen Sieg verpasst, im zweiten Aufeinandertreffen möchten wir es besser machen.“ Denn die Reise durch Europa soll in der Runde der letzten 32 noch nicht vorbei sein …