Gazprom

26.02.2016

Enttäuschung und Selbstkritik

Es sollte ein erfolgreicher Abend in der VELTINS-Arena werden. Zumal die Ausgangssituation gegen Schachtar Donezk nach dem 0:0 aus dem Hinspiel zwar knifflig, aber nicht unbedingt schlecht war. Doch es kam anders. Mit 0:3 musste sich der FC Schalke 04 dem ukrainischen Tabellenführer im zweiten Aufeinandertreffen am Donnerstag (25.2.) geschlagen geben. Die Reise durch Europa ist damit beendet.

„Wenn man in zwei Spielen kein Tor schießt, kann man auch nicht weiterkommen“, sagt Andre Breitenreiter. Und Horst Heldt fügt hinzu: „Wir haben bis auf die Anfangsphase nicht die Leistung gebracht, die man bringen muss, um eine Runde weiterzukommen.“ Schalkes Sportvorstand erklärt, dass die Mannschaft zu viele individuelle Fehler gemacht und sich die Gegentore viel zu leicht gefangen habe. Das sieht auch Breitenreiter so, betont er doch: „Das müssen wir abstellen!“

Wir müssen uns der Kritik jetzt zurecht stellen

Ralf Fährmann

Die Spieler geben sich selbstkritisch und wissen um die enttäuschende Leistung. „Wir haben dem Gegner total in die Karten gespielt und müssen uns der Kritik jetzt zurecht stellen“, sagt Ralf Fährmann. Klaas-Jan Huntelaar berichtet: „Wir hatten uns selbstverständlich deutlich mehr erhofft, haben aber das, was wir können, nicht abgerufen.“

Dass Teile der Zuschauer nach dem Schlusspfiff ihren Unmut äußerten, kann Heldt ein Stück weit verstehen. „Ich bin genauso enttäuscht wie unsere Fans“, gibt der 46-Jährige zu Protokoll. „Unsere Fans haben uns in den vergangenen Wochen und Monaten immer unterstützt. Wir müssen respektieren und akzeptieren, dass sie mit dem Spiel gegen Schachtar nicht einverstanden waren.“ Dass es am Ende aber phasenweise höhnisch wurde, missfällt Breitenreiter: „Das macht mich nachdenklich.“ Fährmann meint, es sei nicht in Ordnung, einzelne Spieler wie beispielsweise Joel Matip, die zuletzt starke Leistungen gebracht hätten, auszupfeifen, denn „das ist nicht fair!“

Besonders ärgerlich sei, dass sich das Ergebnis anders als in der Bundesliga in einem K.o.-Wettbewerb nicht am kommenden Wochenende korrigieren lasse. „Wir sind ausgeschieden!“, sagt Heldt. Dennoch sei es wichtig, den Blick - nach einer eingehenden Analyse des Geschehens gegen Donezk - schnell nach vorne zu richten.

„Wir haben leider keine andere Wahl und müssen uns jetzt auf die kommenden Aufgaben konzentrieren. Aus der Situation müssen wir uns rausziehen. Die Englischen Wochen fallen nun leider weg, die volle Konzentration gilt jetzt der Bundesliga“, unterstreicht der Manager und denkt dabei bereits an das wichtige Spiel am Sonntag (28.2.) bei Eintracht Frankfurt. Johannes Geis dazu: „Jetzt müssen wir als Team zusammenhalten und uns da wieder rauskämpfen.“

Zusätzlich zur Niederlage schmerzt der Ausfall von Leon Goretzka. Der Mittelfeldmann hat eine Schultereckgelenksprengung erlitten und wird den Königsblauen in den kommenden Wochen fehlen. „Das tut uns richtig weh. Jetzt müssen andere Spieler in die Bresche springen und Verantwortung übernehmen“, so Heldt.