Gazprom

03.03.2016

Zum Jubiläum ein Tor gegen den Lieblingsgegner

Gegen den Hamburger SV trifft Klaas-Jan Huntelaar besonders gern. Am Mittwoch (2.3.) gelang dem Niederländer dies in seinem zehnten Duell mit den Rothosen bereits zum elften Mal. Dass er mit seinem Tor die Weichen auf Sieg stellte und zudem sein persönliches Jubiläum - es war sein 150. Bundesligaspiel im S04-Trikot - krönte, sorgte für gute Laune bei dem Stürmer.

„Insgesamt war es für alle Beteiligten ein gelungener Abend“, sagt Huntelaar, der bei seinem überlegten Kopfballtreffer zum zwischenzeitlichen 2:1 spekuliert hatte. „Rene Adler war kurz zuvor auch weit draußen und hat eine Flanke abgefangen. Deswegen habe ich es einfach probiert. Zum Glück hat es geklappt“, so der 32-Jährige.

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Am Ende der Partie stand ein 3:2 auf dem Würfel. „Großes Kompliment an meine Mannschaft. Wir haben das Spiel verdient gewonnen“, lobt Andre Breitenreiter den Aufritt in der VELTINS-Arena, der mit einem Nackenschlag begonnen hatte, da Nicolai Müller nach nicht einmal vier Minuten zum 1:0 für die Gäste traf. „Genau das brauchten wir nicht. Es hätte eigentlich nicht viel schlechter laufen können“, sagt Horst Heldt. „Ich bin aber beeindruckt, wie die Mannschaft nach dem Rückstand reagiert hat. Sie hat ihr Ding durchgezogen und gezeigt, dass sie unbedingt gewinnen will. Das war stark.“

Die Königsblauen schüttelten sich nach dem Gegentor kurz, anschließend fuhren sie einen Angriff nach dem anderen Richtung HSV-Tor. Beim Abpfiff lautete die Torschussbilanz 26:8 für die Knappen. Noch vor der Pause knipste Max Meyer zum Ausgleich. „Schon beim Schuss hatte ich ein gutes Gefühl und habe gewusst, dass das Ding reingeht“, erklärt der Torschütze zum 1:1.

„Wir sind mit Herz und Willen aufgetreten“, meint Junior Caicara. Und Dennis Aogo erklärt: „Ich bin froh, dass wir uns im Laufe des Spiels für unseren Aufwand belohnt haben.“ Der Linksverteidiger erklärt, dass seinem Team vielleicht auch die Überzahl in die Karten gespielt habe, da sich die Gäste kurz vor dem Seitenwechsel mit einem Platzverweis selbst dezimiert hatten. Letztlich sei es aber auch egal, ob man gegen zehn oder elf Mann gespielt habe - wichtig sei die Reaktion nach dem frühen Gegentor gewesen.

„Die vergangenen Wochen waren nicht einfach für uns“, erklärt Alessandro Schöpf. Der Österreicher zeigte eine starke Leistung und belohnte sich für seinen Auftritt mit dem Treffer zum 3:1. Beinahe hätte der Winterpausen-Neuzugang sogar einen Doppelpack geschnürt - doch Schiedsrichter Günter Perl verwehrte dem vermeintlichen 4:1 wegen einer angeblichen Abseitsstellung die Anerkennung. Die TV-Bilder zeigten später allerdings: Es war gleiche Höhe. Andersherum stand Huntelaar seinem Tor aber minimal im Abseits, nachdem den Knappen zuvor zwei klare Elfmeter nicht zugesprochen worden waren. Letztlich waren diese Ereignisse glücklicherweise nur ein Thema am Rande, da sie keinen Einfluss auf den Ausgang des Spiels hatten. Schalke gewann - auch ohne mögliche Strafstoßtore.

Den verdienten Sieg möchte Aogo aber keinesfalls überbewerten. „Ich bin kein Freund der Extreme“, sagt er. „Vor dem Dreier gegen den HSV war nicht alles schlecht - und jetzt ist auch nicht alles super. Wir haben noch Luft nach oben und können uns noch weiter verbessern. Unsere Aufgabe ist es, weiterhin hart zu arbeiten, um konstant gute Ergebnisse zu erzielen.“

Tags: Hamburger SV