Gazprom

06.03.2016

Wilder West-Schlager mit zahlreichen Höhepunkten

Es war der gelungene Schlussakkord der letzten Englischen Woche in der laufenden Saison. Neben den drei Zählern, die nach dem 3:1 in Köln auf das königsblaue Konto wandern, lieferte der West-Schlager zudem ein Spektakel für die mitgereisten Fans, die ihre Mannschaft nach dem Schlusspfiff lautstark feierten. Laola auf dem Rasen, gute Laune auf den Rängen.

„Wir haben uns jetzt wieder ein bisschen vorne festgesetzt“, ordnet Max Meyer den Erfolg am Rhein ein. Dem Youngster selbst gelang nach 23 Minuten das zwischenzeitliche 2:0. Für den U21-Nationalspieler war es das zweite Tor binnen weniger Tage, hatte er doch auch beim 3:2-Sieg gegen den Hamburger SV unter der Woche getroffen. Letztlich sei die Ausbeute der vergangenen Tage in Ordnung, erklärt Pierre-Emile Hojbjerg. Sieben Zähler, der zwischenzeitliche Sprung auf Platz vier. Das könne sich sehen lassen. „Aber“, so der Däne, „darauf ruhen wir uns nicht aus!“

Dass die Königsblauen nach dem wichtigen Erfolg gegen den HSV unbedingt nachlegen wollten, unterstreicht nicht nur das Engagement gegen den FC. Auch das Zahlenwerk spricht eine deutliche Sprache. Denn der S04 gab in Köln so viele Torschüsse wie in keinem anderen Auswärtsspiel der vergangenen Wochen und Monate ab. Am Ende waren es satte 18 Stück.

Den ersten Ball auf den Kasten von Timo Horn feuerte Klaas-Jan Huntelaar ab. Aus elf Metern. „Ich war mir sicher, dass ich verwandeln würde. Zuletzt habe ich mehrfach Strafstöße mit Ralf Fährmann trainiert“, sagt der 32-Jährige, der zuletzt viermal in Serie vom Punkt gescheitert war. Sein letztes Elfmetertor war dem Niederländer im April 2012 gelungen.

Das schnelle 1:0 gegen die Geißböcke leitete die furioseste erste Halbzeit seit langem ein - und daran hatten beide Teams ihren Anteil. Auf dem Rasen ging es hin und her, eine Großchance folgte auf die nächste. „Als Trainer wird man am Rand wahnsinnig“, berichtet Andre Breitenreiter. „Zur Pause hätte es bereits 4:4 oder 5:5 stehen können“, blickt Horst Heldt auf den ersten Spielabschnitt zurück.

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Dass die Knappen beim Seitenwechsel 2:1 in Front lagen, hatten sie vor allem Ralf Fährmann zu verdanken. Der Torhüter wuchs gleich in mehreren Szenen über sich hinaus, als er teilweise hundertprozentige Torchancen der Kölner vereitelte. „Ralf hat mehrfach super pariert“, loben Breitenreiter und Heldt. Insgesamt entschärfte der Schlussmann während der 90 Minuten acht der neun Bälle, die auf sein Tor gefeuert wurden. Der vielfach Gelobte bleibt selbst bescheiden. Fährmann: „Ich freue mich einfach, dass ich der Mannschaft mit meiner Leistung helfen konnte.“

Die Mannschaft, das betont Huntelaar, habe zusammengehalten, einer habe für den anderen gekämpft und niemand sei sich zu schade gewesen, zusätzliche Meter zu machen. „Der Schlüssel zum Erfolg war unsere Geschlossenheit“, meint der Angreifer. „Wir waren als Team laufstark, wir waren aggressiv, wir wollten unbedingt gewinnen.“ Diese Leistung gelte es nun am Freitag (11.3.) beim Tabellendritten Hertha BSC zu bestätigen.

„Wir dürfen kein Stück nachlassen“, fordert Breitenreiter, der in der Schlussphase mit der Hereinnahme von Franco Di Santo noch einmal ein glückliches Händchen bewies. Denn der Argentinier traf nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung zum Endstand. „Das 3:1 tat richtig gut und hatte eine beruhigende Wirkung“, erklärt Heldt.

Johannes Geis war kurz nach dem Abpfiff mit dem Kopf bereits bei den kommenden Aufgaben. „Wir stehen zusammen und werden unseren Weg weitergehen“, betont der Mittelfeldmann und fügt hinzu, dass man derzeit noch nicht allzu sehr auf die Tabelle blicke. Wichtig sei es einfach, Spieltag für Spieltag zu punkten. Gerne in Berlin erneut.

Tags: 1. FC Köln

Bundesliga-Tabelle

Pl.MannschaftSpieleDiff.Pkt.
1.FC Schalke 04FC Schalke 04000
1.VfL WolfsburgVfL Wolfsburg000
1.TSG HoffenheimTSG Hoffenheim000
1.SC FreiburgSC Freiburg000
1.Werder BremenWerder Bremen000
1.SV Darmstadt 98SV Darmstadt 98000