Gazprom

07.03.2016

Klaas-Jan Huntelaar: Habe mit Ralle trainiert

Erstmals seit April 2012 verwandelte Klaas-Jan Huntelaar wieder einen Elfmeter. Die vergangenen vier Versuche vom Punkt waren dem Niederländer misslungen. Trotzdem zögerte der 32-Jährige nach nicht einmal 60 gespielten Sekunden in Köln nicht, als Pierre-Emile Hojbjerg im Sechzehner gefoult wurde und der Unparteiische folgerichtig auf Strafstoß entschied.

„Ich war als Elfmeterschütze vorgesehen. Und ich habe mich gut gefühlt“, berichtet Huntelaar. „Deshalb war klar, dass ich schießen werde.“ Nach seiner Flaute vom Punkt – der letzte verwandelte Strafstoß liegt fast vier Jahre zurück – hatte der Stürmer an sich gearbeitet. „Zuletzt habe ich mehrfach Strafstöße mit Ralf Fährmann trainiert“, verrät er. Die Zusatzschichten haben sich gelohnt. „Dass man verschießt, kann immer passieren. Aber wer es nicht wagt, kann auch nicht treffen“, erklärt der Angreifer.

Wer es vom Elfmeterpunkt nicht wagt, kann auch nicht treffen. Ich war mir sehr sicher.

Klaas-Jan Huntelaar

Für Huntelaar war es nicht nur wegen seines zweiten Treffers in der Englischen Woche ein gelungener Tag in der Domstadt. „Das Spiel in Köln hat einfach Spaß gemacht“, sagt er und fügt hinzu: „Unterm Strich war es ein verdienter und sehr schöner Sieg.“ Die Mannschaft habe zusammengehalten. „Der Schlüssel zum Erfolg war unsere Geschlossenheit“, meint der Angreifer. „Wir waren als Team laufstark, wir waren aggressiv, wir wollten unbedingt gewinnen.“

Gerade in den ersten 45 Minuten brannten die Königsblauen ein wahres Offensivfeuerwerk ab. „Es ging hin und her“, blickt Huntelaar zurück. „In der zweiten Halbzeit wollten wir dann nicht mehr mit einem ganz so offenen Visier agieren, da wir 2:1 in Führung lagen. Wir wussten, dass Köln immer offensiver spielen wird. Das hat uns Räume geboten - und so haben wir ja dann auch das 3:1 erzielt.“ Wichtig sei es, am Freitag (11.3.) in Berlin nachzulegen. Das Hinspiel in der VELTINS-Arena entschieden die Knappen dank eines Last-Minute-Treffers von Max Meyer mit 2:1 für sich. Ein ähnliches Ergebnis beim zweiten Aufeinandertreffen mit Hertha BSC würde Huntelaar sofort unterschreiben.