Gazprom

11.03.2016

Andre Breitenreiter: Verdienter Sieg der Hertha

Die Serie ist gerissen: Nach zehn Jahren ohne Niederlage in Berlin mussten sich die Königsblauen am Freitag (11.3.) bei der Hertha geschlagen geben. schalke04.de hat die Stimmen der Chef-Trainer notiert.

Andre Breitenreiter:

Glückwunsch an die Hertha zum verdienten Sieg. In der ersten Halbzeit war die Begegnung sehr eng. Beide Mannschaften haben sehr kompakt agiert. Es gab nur wenige Torraumszenen, beide Teams hatten vielleicht eine oder zwei Möglichkeiten. Hertha hat ein davon eiskalt genutzt. Ich weiß nicht, ob dem Tor ein Foul an Alessandro Schöpf vorausging. Er wurde an der Schulter gehalten und am Fuß getroffen. Das war aber nicht ausschlaggebend. Wir hätten das Tor danach immer noch besser verteidigen können, waren in Überzahl. Deswegen war genug Zeit, den Gegentreffer zu verhindern.

Nach der Halbzeit hatten wir die erste gute Torgelegenheit, haben diese leider nicht genutzt. Auf der anderen Seite hat die Hertha wieder zugeschlagen. Da haben wir uns beim Eckball des Gegners zu naiv angestellt und ein einfaches Tor zugelassen. Bis zum 0:2 war es ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Kleinigkeiten den Unterschied ausgemacht haben. Wir haben beim letzten Pass oft die falschen Entscheidungen getroffen.

Die Hertha hatte dann nach dem zweiten Treffer eine Phase von 15 Minuten, in der sie mit dem Selbstbewusstsein aus der 2:0-Führung sehr gedrückt hat. Da hatten wir Glück, dass wir nicht noch mehr Gegentreffer kassiert haben. Wir haben alles versucht, viele Offensivspieler gebracht und in der letzten Minute noch eine Riesenchance vergeben. So war die Effizienz der Hertha das entscheidende Kriterium. Deswegen ist Berlin am Ende auch der verdiente Sieger.

Pal Dardai:

Kompliment an meine Mannschaft. Was meine Jungs geliefert haben, war ganz stark. Wir haben gesehen, dass wir auf dem neuen Rasen intelligente spielerische Lösungen finden wollten. Für unsere Spielweise brauchen wir einen guten Platz. Wir hatten das Geschehen weitestgehend unter Kontrolle und hätten noch weitere Treffer erzielen können. Mein Team hat eine hohe Laufbereitschaft an den Tag gelegt und war dominant. In den kommenden Wochen werden wir weiter hart arbeiten und schauen dann, was am Ende kommt.